Samstag, 25. Mai 2013

Gott Vater spricht zu seinen Kindern (einzige vom Vatikan anerkannte Botschaft Gottvaters) Botschaft an Mutter Eugenia E. Ravasio


 Gott Vater spricht zu seinen Kinder
(Einzige vom Vatikan anerkannte Botschaft von Gottvater)








Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”



















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Der Vater spricht
zu Seinen Kindern

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”



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„Der Vater spricht zu seinen Kindern“
Imprimatur:
+ Petrus Canisius van Lierde,
Vic. Generalis e Vic. Civit. Vaticanae, Roma, die 13 Martii 1989
 "Der Vater spricht zu Seinen Kindern"
Associazione „Dio è Padre – Casa Pater“
C.P. 135 – I-67100 L´Aquila (Italien)
Verlegt und verbreitet durch:
"EDIZIONI NIDI DI PREGHIERA"
C.P. 135 – I-67100 L’AQUILA (Italien)
5. Auflage in deutscher Sprache: 1. November 1999
1. elektronische Auflage im pdf-Format: 20. Februar 2005
Diese Auflage dient als Manuskript,
ist unverkäuflich und nicht im Handel erhältlich. Der Band wird kostenlos verteilt, um die
Botschaft des Vaters zu verbreiten. Niemand ist also berechtigt, Beträge oder Spenden für
diese Initiative zu verlangen, die nur aus der Hoffnung in die Botschaft bestehen möchte.
Alle, die sich dafür bedanken möchten, laden wir ein, zu beten, besonders für die Menschen,
die den Vater noch nicht kennen. Jeder kann bei der Verteilung und der weiteren Verbreitung
freiwillig mithelfen.





INHALT
KURZBIOGRAPHIE VON EUGENIA ELISABETTA RAVASIO   
ZEUGNIS SEINER EXZELLENZ MGR. CAILLOT                         
SCHLUSSFOLGERUNGEN                                                            
DIE BOTSCHAFT DES VATERS                                                    
1. HEFT                                                                                             
AN DEN PAPST                                                                               
AN DEN BISCHOF                                                                          
DIE BOTSCHAFT DES VATERS                                                     
2. HEFT                                                                                              
GEBET VON MUTTER EUGENIA                                                   
ZUSAMMENFASUNG                                                                     


Titelbild: Bild, das Mutter Eugenia nach der Erscheinung malen ließ.
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VORWORT

"GOTT IST MEIN VATER"

"Gott ist mein Vater": Die Menschen erkennen Gott als ihren Vater an: dies ist der Ruf,
der heute auf der Welt immer öfter zu hören ist.
Daher fühlen wir uns verpflichtet, eine von der Kirche anerkannte Botschaft zu
veröffentlichen, eine Botschaft, die Gott Vater der Welt durch Mutter Eugenia Elisabetta
Ravasio schenkte, einem Geschöpf, das Gott so sehr liebte.
KURZBIOGRAPHIE VON EUGENIA ELISABETTA RAVASIO
Wer war Mutter Eugenia? Wer war dieses Geschöpf, das der Vater "meine bevorzugte
Tochter..., mein Bäumchen", zu nennen pflegte?
Wir meinen, daß Mutter Eugenia ein großes, hellstrahlendes Licht dieser Zeit ist: die
kleine Prophetin einer neuen Kirche, in der der Vater im Mittelpunkt allen Glaubens steht,
und in der Einheit, als größtes Ideal jeder Spiritualität. Sie ist das Licht, das der Vater der
Welt geschenkt hat, damit man in dieser chaotischen und finsteren Zeit den richtigen Weg
erkennt.
Mutter Eugenia kam in San Gervasio d’Adda (jetzt Capriate San Gervasio), einer kleinen
Provinzstadt in der Nähe von Bergamo, am 4. September 1907, zur Welt. Ihre Familie war
sehr bescheiden und bäuerlicher Herkunft.
Sie besuchte nur die Grundschule und - nach einigen Jahren in der Fabrik - trat sie in die
“Kongregation Unserer Frau der Apostel” ein. Dort entwickelte sich ihre große, charismatische
Persönlichkeit. Mit nur 25 Jahren wurde sie zur Generaloberin der Kongregation
gewählt.
Abgesehen von ihrer Geistesgröße, würden nur ihre Taten im sozialen Bereich genügen,
um ihr einen Platz in der Geschichte zu sichern: Innerhalb von 12 Jahren missionarischer
Tätigkeit eröffnete sie mehr als 70 Zentren - mit Kapelle, Schule, Krankenabteilung - in den
verlassensten Orten Afrikas, Asiens und Europas.
Sie entdeckte das erste Medikament gegen Lepra, das sie aus dem Samen einer
tropischen Pflanze gewann: ein Mittel, das später vom Pasteur-Institut in Paris erforscht und
bearbeitet wurde.
Mutter Eugenia stürzte sich dann in das Apostolat von Raoul Follereau, der ihrer Spur
folgend, als der Apostel der Leprakranken gilt.
In den Jahren 1939-41 plante und verwirklichte sie die Idee, in Azoptè (Elfenbeinküste),
die “Stadt der Leprakranken” zu errichten. Mit einer Ausdehnung von 200.000 qm wurde sie
zu einem riesigen Sammelzentrum dieser Kranken, das auch heutzutage als eines der
modernsten in Afrika und in der Welt angesehen wird. Der “Kongregation der Missionsschwestern
Unserer Frau der Apostel”, deren Generaloberin Mutter Eugenia von 1935 bis
1947 war, gewährte die französische Regierung für die Verwirklichung die höchste
Staatsanerkennung für Werke mit sozialem Charakter.
Das Bedeutendste aber, was uns Mutter Eugenia hinterlassen hat, ist die Botschaft des
Ewigen Vaters (“Der Vater spricht zu Seinen Kindern”), die einzige, vom Vater persönlich
kommende Offenbarung. Die Kirche hat sie, nach zehn Jahren strengster Prüfungen, als
authentisch erklärt. Im Vorwort bringen wir das Zeugnis Seiner Exzellenz Mgr. Caillot,
Bischof von Grenoble, mit dem er die Untersuchung abgeschlossen hat.
Zu bemerken ist, daß der Ewige Vater ihr die Botschaft 1932 in Lateinisch diktiert hatte.
Diese Sprache war ihr völlig fremd.
Wir haben diese Botschaft 1981 entdeckt und 1982 - zum 50. Jubiläum - in italienischer
Sprache veröffentlicht.

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Die vielen gnadenvollen und wunderbaren Ereignisse, die aus ihr hervorgegangen sind,
haben uns dazu bewogen, sie kostenlos zu verbreiten: vor allem in den Gefängnissen, den
Kasernen und in den Krankenhäusern.
Bis jetzt ist die französische, englische, spanische und deutsche Ausgabe erschienen. In
Bearbeitung sind weitere Sprachen, darunter auch Russisch.
Mutter Eugenia durfte am 10. August 1990 zum Vater heimkehren.
Wir halten es für angebracht, diese Veröffentlichung mit dem Zeugnis von S.E. Mgr.
Alexandre Caillot, Bischof von Grenoble, zu beginnen, der 1935 eine Expertenkommission
aus ganz Frankreich zusammenrief, um ein diözesanes Verfahren einzuleiten, das zehn Jahre
dauern sollte.
Mitglieder der Kommission waren unter anderem: der Vikar des Bischofs von Grenoble,
der Theologe Mgr. Guerry; die Jesuitenbrüder Albert und August Valencin, die zur höchsten
philosophischen und theologischen Autorität auf dem Gebiet der Beurteilung solcher Fälle
zählen, sowie zwei Doktoren der Medizin, einer davon Psychiater.
Sicher wird diese Botschaft den Menschen helfen, die tiefe Zärtlichkeit zu verstehen, die
der Vater für jeden von uns empfindet und wir hoffen, daß sie größtmögliche Verbreitung
findet.
P. Andrea D’Ascanio
ofm Kapuzinermönch

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ZEUGNIS SEINER EXZELLENZ MGR. CAILLOT,
Erzbischof von Grenoble, im Anschluß an den Bericht, der während der
kirchenrechtlichen Untersuchung über Mutter Eugenia verfaßt wurde
Es sind nun schon zehn Jahre vergangen, seit ich als Bischof von Grenoble beschlossen
hatte, die Untersuchung über Mutter Eugenia einzuleiten. Ich bin nun im Besitz ausreichenden
Materials, um der Kirche mein Zeugnis als Bischof vorlegen zu können. Eine
Gewißheit geht aus der Untersuchung eindeutig hervor:
1. Die Gewißheit über die festen Tugenden von Mutter Eugenia.
Schon von Beginn ihres religiösen Lebens an war die Schwester ihren Oberinnen durch
ihre Frömmigkeit, ihren Gehorsam und ihre Demut aufgefallen.
Die Oberinnen, verwirrt durch den außergewöhnlichen Charakter der Begebenheiten, die
sich während des Noviziats der Schwester ereigneten, waren entschlossen, sie nicht im
Kloster zu behalten. Sie zögerten und mußten schließlich angesichts des beispielhaften
Lebens der Schwester auf ihr Vorhaben verzichten.
Während der Untersuchung stellte Schwester Eugenia ihre große Geduld und
Fügsamkeit unter Beweis, denn sie unterzog sich ohne Klagen allen medizinischen
Untersuchungen und beantwortete die oft langen und peinlichen Fragen der verschiedenen
theologischen und medizinischen Kommissionen, wobei sie auf alle Widersprüche und
Prüfungen einging.
Bei den Fragestellungen lobte man vor allem ihre Schlichtheit.
Verschiedene Gelegenheiten gaben uns Anlaß zu bemerken, zu welcher heldenhaften
Tugend Mutter Eugenia fähig war, was sich, wie Theologen bezeugen, besonders im Juni
1934 im Verlauf des Verhörs durch den hochwürdigen P. August Valencin herausstellte, bei
dem ihr Gehorsam auffiel und an jenem schmerzerfüllten Tag, dem 20. Dezember 1934,
durch ihre demütige Haltung zum Ausdruck kam.
Was ihr Amt als Generaloberin betrifft, so kann ich bestätigen, daß ich sie ihrer Pflicht
sehr zugewandt fand und sie sich ihrer Aufgabe mit großer Hingabe widmete, einer Aufgabe,
die ihr dennoch sehr, sehr schwer erscheinen mußte, da sie ja nicht darauf vorbereitet war.
Den Seelen, ihrer Kongregation und der Kirche brachte sie dabei sehr viel Liebe entgegen.
Diejenigen, die in ihrer Nähe lebten, waren ebenso wie ich von ihrer Charakterstärke
beeindruckt, die sich in schwierigen Situationen herausstellte.
Doch nicht nur ihre Tugenden beeindruckten mich, nein, auch ihre Qualitäten als Oberin
und ihre Autorität machten einen großen Eindruck auf mich, ebenso wie die Tatsache, daß
eine Schwester mit wenig Bildung fähig war, das höchste Amt in ihrer Kongregation zu
besetzen. Schon darin liegt etwas Außergewöhnliches und unter diesem Gesichtspunkt sind
die Ergebnisse der Befragung durch meinen Generalvikar Mgr. Guerry am Tag der Wahl sehr
aufschlußreich. Die Antworten der Oberen, und zwar aller, der Oberinnen und der
Abgesandten verschiedener Missionen, zeigten, daß sie Mutter Eugenia trotz ihrer Jugend
und der kirchenrechtlichen Hindernisse, die normalerweise zur Ablehnung ihrer Ernennung
geführt hätten, zur Generaloberin gewählt hatten, weil sie ihren Gerechtigkeitssinn, ihr
Gleichgewicht, ihre Energie und ihre Seelenstärke schätzten.
In Wirklichkeit schien sie die in sie gesetzten Erwartungen all jener zu übertreffen, die
sie gewählt hatten.
Außerordentlich bemerkenswert fand ich ihre hervorragende Intelligenz und ihren
Scharfsinn. Ich sagte schon, daß sie keine Ausbildung genoß, doch dies hing von Dingen ab,
die sie nicht beeinflussen konnte: Die lange Krankheit ihrer Mutter hatte sie schon als sehr
junges Mädchen gezwungen, sich um den Haushalt zu kümmern, was dazu führte, daß sie oft

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in der Schule fehlte. Danach kamen schwere Jahre für sie, in denen sie als Weberin in einer
Fabrik arbeitete, bis sie schließlich in das Kloster eintrat. Trotz dieser Bildungslücken, deren
Folgen sich beim Aufsatz und in der Rechtschreibung deutlich bemerkbar machten, hielt
Mutter Eugenia zahlreiche Vorträge für ihre Gemeinschaft. Bemerkenswert ist auch, daß sie
selbst die Rundschreiben für ihre Kongregation verfaßte, ebenso die Verträge, die mit
Gemeinden oder Verwaltungsbehörden über die Pflegeeinrichtungen geschlossen wurden,
deren Betreuung die Schwestern “Unserer Lieben Frau der Apostel” übernahmen. Sie
verfaßte ein großes Direktorium.
Sie behandelte jede Gewissensfrage und jede Situation klar und gerecht. Sie gab klare,
genaue und außerordentlich praktische Anweisungen. Sie kannte jede einzelne ihrer 1400
Töchter, mit all ihren Eigenheiten und Tugenden, so gelang es ihr für eine bestimmte
Aufgabe, diejenige auszuwählen, die dazu am besten geeignet war. Auch kannte sie
persönlich die Bedürfnisse und die Mittel ihrer Kongregation ganz genau und sie wußte um
die Situation eines jeden Hauses. Mutter Eugenia hatte alle ihr unterstehenden Missionen
besucht.
Wir möchten auch auf ihren Weitblick hinweisen. Sie hatte alle nötigen Vorkehrungen
getroffen, damit in Zukunft jeder pflegerischen und schulischen Einrichtung eine diplomierte
Schwester zur Verfügung stand. Sie wußte, was nötig war, um das Leben bestreiten und sich
entwickeln zu können. Schließlich scheint es mir noch von besonderem Interesse, zu
bemerken, daß Mutter Eugenia mit Entscheidungskraft und Willen zur Verwirklichung ihrer
Beschlüsse ausgestattet zu sein schien. In sechs Jahren gründete sie 67 Stiftungen und sie
verstand es, sehr nützliche Verbesserungen in der Kongregation einzuführen.
Wenn ich Ihre Intelligenz, ihren Urteilssinn, ihre Willenskraft und ihre Fähigkeit im
Umgang bei Verwaltungsangelegenheiten hervorhebe, so deshalb, weil ich finde, daß so jene
Hypothesen, die auch im Laufe der Untersuchung überprüft wurden, aus der Welt geräumt
werden können, die darauf abzielen, die Erklärung in Halluzination, Illusion, Spiritismus,
Hysterie oder Delirium, zu suchen. Diese Thesen zeigten sich als ungeeignet, das Phänomen
hinreichend zu erklären.
Das Leben der Mutter war eine ständige Offenbarung ihres geistigen und allgemeinen
Gleichgewichts und dieses Gleichgewicht schien sogar - so sahen es die Betrachter - ihre
Persönlichkeit zu dominieren. Die anderen Hypothesen, wie die der Beeinfluß- und
Manipulierbarkeit, welche die Untersuchungskommission veranlaßte sich zu fragen, ob sie
nicht ein sehr empfindsames Wesen vor sich hat, das wie ein geschliffener Spiegel alle
Einflüsse und Eindrücke widergibt, wurden ebenfalls von der Wirklichkeit des täglichen
Lebens der Mutter entkräftet. Mutter Eugenia hat bewiesen, obgleich mit empfindsamem
Temperament ausgestattet, daß sie niemandem vor einem anderen den Vorzug gab, nachdem
sie weit davon entfernt war, sich von menschlichen Meinungen beeinflussen zu lassen. Sie
wußte ihre Pläne und Aktivitäten festzulegen und in die Tat umzusetzen und konnte sich kraft
ihrer Persönlichkeit vor den Anderen Autorität verschaffen. Eine einfache Erzählung wird
dies mehr belegen als alle anderen Urteile. Am Tag nach ihrer Wahl zur Generaloberin mußte
sie einige Oberinnen wählen; und doch, sie zögerte dabei nicht, eine Oberin ihres Amtes zu
entheben, die kurz vorher für sie gestimmt hatte: Als diese in Ägypten landete, erfuhr sie über
Luftpost von ihrer Versetzung.

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2. Ziel des Auftrages:
Das Ziel des Mutter Eugenia anvertrauten Auftrages ist klar bestimmt, und vom
Standpunkt der Doktrin aus, erscheint es mir rechtmäßig und angebracht.
Der genaue Auftrag lautet: Den Vater bekanntzumachen und zu ehren, vor allem mit dem
an die Kirche herangetragenen Wunsch verbunden, ein besonderes Fest einzuführen. Die
Untersuchung hat erwiesen, daß ein liturgisches Fest zu Ehren des Vaters sehr gut in die
Linie der gesamten katholischen Religion passen würde und mit dem traditionellen,
katholischen Geist übereinstimmt, denn das katholische Gebet ist ein Aufsteigen zum Vater
durch den Sohn und den Heiligen Geist, wie es sich auch in den Gebeten der hl. Messe und
des liturgischen Darbringunggebetes im Heiligen Opfer an den Vater zeigt. Andererseits ist es
doch auch seltsam, daß es kein eigenes Fest zu Ehren des Vaters gibt: Die Dreieinigkeit wird
als solche geehrt, das Wort und der Heilige Geist werden in ihrer Mission und ihrer
äußerlichen Offenbarung geehrt, nur der Vater hat kein eigenes Fest, das die Aufmerksamkeit
der Christenheit auf seine Person lenken könnte. Man sollte der Tatsache, daß es kein
liturgisches Fest zu Ehren des Vaters gibt, folgendes hinzufügen: Eine ziemlich weitreichende
Untersuchung, bei der viele Gläubige aus den verschiedensten sozialen Schichten bis
hin zu vielen Priestern und Ordensmännern befragt wurden, hat ergeben: “Der Vater ist nicht
bekannt, man betet nicht zu Ihm, man denkt nicht an Ihn”. Der Befragung zufolge konnte
man mit Erstaunen herausfinden, daß eine große Anzahl von Christen sich vom Vater entfernt
haben, weil sie in Ihm einen schrecklichen Richter sehen. Die Christen wenden sich lieber an
die Menschlichkeit von Jesus Christus, und wie viele gibt es, die Jesus bitten, sie vor dem
Zorn des Vaters zu beschützen!
Ein besonderes liturgisches Fest hätte folglich als erste Wirkung, daß die Ordnung der
Frömmigkeit unter vielen Christen wiederhergestellt würde und viele wären veranlaßt, sich
wieder unter die Obhut des göttlichen Erlösers zu stellen: „Alles, wofür ihr den Vater in
meinem Namen bittet...“ und weiter: „So sollt ihr beten: Vater unser....“
Ein liturgisches Fest zu Ehren des Vaters hätte auch die Wirkung, daß der Blick
hochgerichtet würde auf Ihn, den der heilige Apostel Jakobus den “Vater des Lichtes, von
dem wir alle Gaben erhalten...” nannte. Es würde den Seelen helfen, die göttliche Güte, die
Wohltaten Gottes und Seinen väterlichen Segen hochzuschätzen und zu sehen, daß dieser
Segen gerade jener Segen des Gottes der Dreifaltigkeit ist; und der Grund dafür, daß Gott die
unsagbaren Schätze Seiner unendlichen Barmherzigkeit über die Welt gießt, liegt an Seiner
göttlichen Natur, die den Drei Personen gemein ist.
Es könnte also auf den ersten Blick so scheinen, als gäbe es keinen besonderen Grund,
vor allem den Vater zu ehren; und doch, ist es etwa nicht der Vater, der Seinen Sohn auf
diese Welt sandte? Wenn es aufs höchste gerechtfertigt ist, den Sohn und den Heiligen Geist
aufgrund ihrer äußerlichen Offenbarung zu ehren, wäre es dann nicht recht und geboten, Gott
Vater, wie es die Präfationen der hl. Messe verlangen, für das Geschenk zu danken, das Er
uns durch Seinen Sohn gemacht hat?
Das eigentliche Ziel dieses besonderen Festes wird so auf klarste Weise offenkundig:
den Vater ehren, Ihm danken und Ihn dafür lobpreisen, daß Er uns Seinen Sohn geschenkt
hat; mit einem Wort, wie es die Botschaft genau zum Ausdruck bringt: Jenem, der die Welt
erlöst hat, Dank entgegenbringen, dem, der die Welt so sehr liebte, daß er ihr Seinen einzigen
Sohn schenkte, damit alle Menschen, vereint im mystischen Leib Christi, diesen Sohn wieder
in sich aufnehmen und in Ihm zu Kindern werden können. Könnte ein solches Fest nicht
gerade jetzt dazu beitragen, wo die Welt von den Doktrinen des Laientums, des Atheismus
und der modernen Philosophien verwirrt ist, und Gott, den wahren Gott, nicht mehr erkennt,
daß viele den lebendigen Vater kennenlernen, den Vater, den uns Jesus offenbart hat, den
Vater der Barmherzigkeit und der Güte? Würde dieses Fest nicht dazu beitragen, die Zahl
derer zu vermehren, die den Vater “im Geiste und in der Wahrheit” anbeten, wie Jesus es
verkündet hat? Gerade jetzt, wo die von mörderischen Kriegen verwirrte Welt spürt, daß es

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nötig ist, nach einem vereinigenden Prinzip zu suchen, das Bestand hat und das die Völker
wieder zusammenbringt, gerade jetzt würde dieses Fest den Menschen ein großes Licht
bringen und sie lehren, daß sie alle den gleichen Vater im Himmel haben: den Vater, der
ihnen Jesus geschenkt hat und zu dem er sie hinzieht als die Glieder Seines mystischen
Leibes, vereint im selben Geist der Liebe! Ermöglicht nicht dieses Fest gerade in dieser Zeit,
die von den Prüfungen der Kriege erschöpften und ermüdeten Seelen "von innen her"
aufzurufen, den verborgenen Vater anzubeten, denn diese Seelen könnten sich doch begierig
danach sehnen, sich einem inneren, tiefgründigen Leben zuzuwenden. Könnte dieses Fest sie
nicht auffordern, sich in einem großzügigen Darbringungsgebet dem Vater als Kinder
anzubieten, dem Vater, der die einzige Quelle des Lebens der Heiligsten Dreifaltigkeit in
ihnen ist. Würde ein solches Fest nicht die schöne Bewegung des übernatürlichen Lebens
bewahren, das notwendigerweise die Seelen zur geistlichen Kindheit führt und - durch
Vertrauen - schließlich in einem Leben als Kinder mit dem Vater, zur Hingabe an den
göttlichen Willen, dem Geist des Glaubens münden?
Getrennt von der Frage eines besonderen Festes und abgesehen davon, wie die
Entscheidung der Kirche in diesem Punkt ausfallen wird, stellt sich hier noch ein Problem in
der Glaubenslehre. Hervorragende Theologen meinen, die Glaubenslehre über die Beziehung
der Seele zur Dreieinigkeit müsse vertieft werden und die Dreieinigkeit könne für die Seelen
zu einer Quelle des Lichtes werden, denn dann würden die Menschen die Einheit des Vaters
mit dem Sohn, von der der hl. Johannes spricht, als auch sein inniges Teilhaben am Leben
Jesu, dem Sohn des Vaters und vor allem dessen kindliche Liebe zum Vater, besser
verstehen.
Doch was es auch mit diesen theologischen Problemen auf sich haben mag, möchte ich
doch unterstreichen, was Tatsache ist: Eine arme, in theologischen Dingen unerfahrene Frau,
erklärt, sie hätte göttliche Verbindungen, die die Glaubenslehre sehr bereichern könnte.
Die erdichteten Konstruktionen einer Visionärin sind armselig, steril, unstimmig. Im
Gegensatz dazu ist die Botschaft, von der Mutter Eugenia sagt, sie sei ihr vom Vater anvertraut
worden, sehr fruchtbar und in einem Punkt treffen zwei Kennzeichen auf harmonische
Weise zusammen und lassen sie gesicherter erscheinen: Einerseits zeigt sich, daß diese
Botschaft in der Tradition der Kirche steht, da sie keine Neuerung bringt, die Verdacht
erregen könnte, denn es wird unaufhörlich darauf hingewiesen, daß dies alles schon gesagt
wurde und der Offenbarung Christi über Seinen Vater zu entnehmen ist und daß alles im
Evangelium steht. Andererseits jedoch erklärt sie, daß diese große Wahrheit über die
Wahrnehmung des Vaters verlangt, neu überdacht, vertieft und gelebt zu werden.
Kann man nicht durch den Gegensatz zwischen der Schwäche des Werkzeuges - unfähig
von selbst eine Glaubenslehre dieser Art zu erkennen - und der Tiefgründigkeit der Botschaft,
die die Schwester uns bringt, erahnen, daß hier der Eingriff einer anderen, höheren,
übernatürlichen Quelle göttlichen Ursprungs vorliegt, um ihr diese Botschaft anzuvertrauen?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Schwester mit menschlichen Mitteln eine solche
Erfahrung gemacht haben könnte, eine Idee zu entdecken, deren Besonderheit und Fruchtbarkeit
die Theologen erst nach und nach erahnen konnten.
Eine weitere Tatsache halte ich ebenfalls für sehr eindrucksvoll: Als Schwester Eugenia
verkündete, sie hätte Erscheinungen des Vaters, entgegnete man ihr bei der theologischen
Befragung, daß Erscheinungen des Vaters an sich unmöglich seien, da solche niemals in der
Geschichte stattgefunden hätten; diesen Einwänden hielt die Schwester stand und erklärte
nur: “Der Vater hat mir aufgetragen zu beschreiben, was ich sah. Er überläßt es seinen
Kindern, den Theologen, die Erklärung dafür zu suchen”. Die Schwester änderte niemals
etwas an ihren Erklärungen und viele Monate lang hielt sie ihre Beteuerungen aufrecht. Erst
im Januar 1934 fanden die Theologen bei Thomas von Aquin eine Entgegnung auf ihre
Einwände.
Die Antwort des großen Gelehrten bezüglich der Unterscheidung zwischen Erscheinung
und Mission war erleuchtend. Diese Antwort entfernte das Hindernis, das die ganze

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Untersuchung gelähmt hatte. Gegen theologische Gelehrte hatte die kleine unwissende
Schwester Recht behalten. Wie kann man mit menschlichen Mitteln das Licht, die Weisheit
und die Beharrlichkeit der Schwester erklären, die sich auch in diesem Fall herausstellten.
Eine falsche Visionärin hätte versucht, sich den Erklärungen der Theologen anzupassen. Die
Schwester war hart geblieben: Dies sind also weitere neue Gründe, weshalb uns ihr Zeugnis
würdig erscheint, mit Vertrauen unterstützt zu werden.
Auf jeden Fall erscheint es mir erwähnenswert, auf ihre Zurückhaltung gegenüber dem
Wundersamen hinzuweisen. Während falsche Mystikerinnen diese Dinge in den Vordergrund
stellen und nichts als das Außergewöhnliche sehen, wird dies im Fall der Schwester an die
zweite Stelle gesetzt und Prüfungen und Untersuchungen überlassen. Das Fehlen von
Überschwenglichkeit und das Gleichgewicht der Werte machen einen guten Eindruck.
Über die Untersuchung der Theologen werde ich nur wenig sagen. Die hochwürdigen P.
Albert und P. August Valencin werden wegen ihrer philosophischen und theologischen
Autorität, sowie ihrer Kenntnis des spirituellen Lebens, geschätzt. Sie mußten schon bei
anderen Angelegenheiten dieser Art einschreiten und diese, wie den vorliegenden Fall, einer
Prüfung unterziehen.
Wir wissen, daß sie ihren Aufgaben mit sehr viel Umsicht nachgekommen sind. Aus
diesem Grund waren sie von uns auserwählt worden.
Für die ergebene und wahrhaft gewissenhafte Zusammenarbeit mit ihnen sind wir sehr
dankbar. Ihr Zeugnis für die Schwester und ihr Zeugnis dafür, daß die Ereignisse in ihrer
Gesamtheit mit übernatürlichem Ursprung zu erklären sind, hat umso mehr Wert, als sie für
lange Zeit gezaudert hatten und anfangs feindlich und skeptisch eingestellt waren, später eher
zögerten. Nachdem sie jegliche Art von Einsprüchen erhoben und die Schwester harten
Prüfungen unterzogen hatten, ließen sie sich nach und nach überzeugen.
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SCHLUSSFOLGERUNGEN
Im Einklang mit meiner Seele und meinem Gewissen und mit einem äußerst wachen
Bewußtsein meiner Verantwortung gegenüber der Kirche, erkläre ich, daß die Anwesenheit
einer übernatürlichen und göttlichen Kraft die einzige Erklärung zu sein scheint, die fähig ist,
die Gesamtheit der Ereignisse auf logische Weise hinreichend zu begründen.
Abgesehen von allen weiteren Umständen erscheint mir diese wesentliche Tatsache von
adeliger, erhebender und fruchtbarer Übernatürlichkeit gekennzeichnet.
Eine demütige Ordensschwester hat die Seelen an die wahre Religion erinnert, an die
Anbetung des Vaters, so wie Jesus es lehrte und wie die Kirche es in ihrer Liturgie festgelegt
hat.
Darin ist nichts Besorgniserregendes; es ist sehr einfach und entspricht einer soliden
Doktrin.
Die wunderbaren Umstände, die diese Botschaft begleiten, könnten von diesem zentralen
Ereignis getrennt werden und sie würde weiter ihren vollen Wert beibehalten. Die Kirche
wird aus Gründen der Glaubenslehre entscheiden, ob der Gedanke eines besonderen Festes,
von dem speziellen Fall der Schwester getrennt, betrachtet werden kann.
Ich glaube, daß der große Beweis der Echtheit des Auftrages der Schwester dadurch
erbracht wurde, daß sie uns zeigt, wie sie diese gute Glaubenslehre, an die wir erinnert
werden sollen, in ihrem täglichen Leben umsetzte.
Ich halte es für angebracht, daß sie ihr Werk weiterführt. Ich glaube, daß hier der Finger
Gottes wirkt und, nach zehn Jahren der Suche, des Nachdenkens und des Gebetes, preise ich
den Vater, daß er meine Diözese für würdig hielt, sie als Ort solch liebevoller Offenbarungen
auszuwählen.
+ Alexandre Caillot
(Zur Zeit der Erscheinung
Bischof von Grenoble)

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DIE BOTSCHAFT DES VATERS
1. Heft
1. Juli 1932: Fest des Kostbaren Blutes
unseres Herrn Jesus Christus.
Nun ist endlich der Tag der Verheißung des Himmlischen Vaters gekommen, der für alle
Zeit gesegnet sein wird!
Heute haben die langen Tage der Vorbereitung ein Ende und ich fühle mich dem
Kommen meines Vaters, des Vaters aller Menschen, nahe, sehr nahe.
Einige Minuten des Gebetes und dann erfüllten mich Freuden von ganz und gar
spiritueller Natur. Ich wurde ergriffen von der Sehnsucht Ihn zu sehen und zu spüren!
Mein von Liebe brennendes Herz öffnete sich voll Vertrauen, einem so großen
Vertrauen, das mich bemerken ließ, daß ich bis heute noch niemandem so vertraut hatte.
Der Gedanke an meinem Vater versetzte mich in einen Freudentaumel.
Endlich ließen sich Gesänge hören. Es kamen Engel und verkündeten mir diese
glückliche Ankunft. Ihre Gesänge waren so schön, daß ich mir vornahm, sie so bald wie
möglich niederzuschreiben.
Diese Harmonie endete für einen Augenblick und da waren sie: Der Zug der
Auserwählten, der Cherubim und Seraphim, mit Gott unserem Schöpfer und Vater.
Niedergeworfen, das Gesicht auf der Erde, versunken in meinem Nichts, so betete ich
das Magnificat. Gleich darauf sagte der Vater zu mir, ich solle mich zu ihm setzen und das
aufschreiben, was er beschlossen hat, den Menschen zu sagen.
Sein Hofstaat, der ihn begleitet hatte, war verschwunden. Der Vater blieb allein bei mir
und bevor Er sich setzte, sagte Er:
»Ich habe es dir schon gesagt und ich wiederhole es: Ich kann den Menschen
meinen geliebten Sohn kein zweites Mal schenken, um ihnen meine Liebe zu beweisen!
Nun aber komme ich aus Liebe zu ihnen und weil ich möchte, daß sie diese
Liebe kennenlernen, nehme ich ihre Gestalt und ihre Armseligkeit an.
Sieh, ich lege meine Krone ab und all meinen Glanz, nur um die Haltung eines
gewöhnlichen Menschens anzunehmen!«
Nachdem er die Haltung eines gewöhnlichen Menschens angenommen und seine Krone
zu seinen Füßen gelegt hatte, nahm er die Erdkugel auf sein Herz und hielt sie mit der linken
Hand; dann setzte Er sich neben mich.
Ich kann kaum etwas sagen, weder über seine Ankunft, noch über seine eingenommene
Haltung und über seine Liebe! In meiner Ungelehrtheit fehlen mir die Worte, um das
auszudrücken, was Er mir zu verstehen gab. Er sagte:
»Friede und Heil seien in diesem Haus und auf der ganzen Welt. Meine Kraft,
meine Liebe und mein Heiliger Geist mögen die Herzen der Menschen berühren,
sodaß die ganze Menschheit sich dem Heil zuwende und zu ihrem Vater komme, der
nach ihr sucht, um sie zu lieben und zu retten.
Mein Vikar, Pius XI., soll verstehen, daß dies Tage des Heils und des Segens
sind. Er soll die Gelegenheit nicht versäumen, die Aufmerksamkeit der Kinder wieder
auf den Vater zu lenken, der zu ihnen kommt, um ihnen in diesem Leben Gutes zu
tun und sie auf die ewige Glückseligkeit vorzubereiten.
Ich habe diesen Tag gewählt, um mein Werk unter den Menschen zu beginnen,
denn es ist der Tag des Kostbaren Blutes meines Sohnes Jesus. Ich möchte das
Werk, das ich beginne, mit diesem Blut vermengen, damit es für die gesamte
Menschheit große Früchte trage.

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Hier nun das eigentliche Ziel meines Kommens:
1) Ich komme, um die übertriebene Furcht zu beseitigen, die meine Geschöpfe vor
mir haben und ich möchte, daß sie verstehen lernen, daß meine Freude darin
besteht, von meinen Kindern, das heißt von der gesamten jetzigen und künftigen
Menschheit, kennengelernt und geliebt zu werden.
2) Ich komme, um den Menschen und den Nationen Hoffnung zu bringen. Wie viele
haben die Hoffnung schon vor langer Zeit verloren! Diese Hoffnung wird sie in
Frieden und Sicherheit leben lassen und sie werden für ihr Seelenheil arbeiten.
3) Ich komme, um mich bekanntzumachen, so wie ich bin. Damit das Vertrauen der
Menschen in dem Maße wächst, wie ihre Liebe zu mir, ihrem Vater, der nur von
einer einzigen Sorge bewegt ist: Über alle Menschen zu wachen und sie als
seine Kinder zu lieben.
Ein Maler freut sich beim Betrachten eines von ihm gemalten Bildes; ebenso
gefällt es mir und ich freue mich zu den Menschen zu kommen, dem Meisterwerk
meiner Schöpfung!
Die Zeit drängt. Ich wünschte, die Menschen würden so schnell wie möglich
erfahren, daß ich sie liebe und daß es mich am glücklichsten macht, wenn ich bei
ihnen sein und mit ihnen sprechen kann, wie ein Vater mit seinen Kindern spricht.
Ich bin der Ewige Gott und als ich alleine lebte, dachte ich schon in meiner
Allmacht, Wesen nach meinem Bilde zu schaffen. Doch vorher war die Erschaffung
der Materie nötig, damit sich diese Wesen erhalten konnten: Dies also war die
Schöpfung der Welt. Ich erfüllte sie mit allem, von dem ich wußte, daß es die
Menschen brauchen würden: Luft, Sonne und Regen und viele andere Dinge, von
denen ich wußte, daß sie für ihr Leben nötig waren.
Endlich erschuf ich den Menschen. Mein Werk gefiel mir. Der Mensch beging die
Sünde, doch genau hier offenbart sich meine unendliche Güte.
Um unter den erschaffenen Menschen zu leben, schuf und wählte ich im Alten
Testament Propheten, denen ich meine Wünsche, meine Leiden und meine Freuden
offenbarte, damit sie es allen weitergeben konnten.
Je mehr das Böse wuchs, desto mehr brachte mich meine Güte dazu, mich
gerechten Seelen mitzuteilen, die meine Befehle an jene weitergeben sollten, die für
die Unordnung verantwortlich waren. Um sie zurechtzuweisen, nicht aber um sie zu
strafen - denn das hätte nur Böses erzeugt - mußte ich manchmal auch Härte
zeigen. Ich wollte sie dadurch vom Laster befreien und sie zu ihrem Vater, ihrem
Schöpfer, zurückführen, den sie in ihrer Undankbarkeit vergessen und verkannt
hatten. Später wuchs das Böse so sehr in den Herzen der Menschen, daß ich
gezwungen war, Unglück über die Welt zu bringen, damit der Mensch durch Leiden,
Zerstörung seiner Güter bis hin zum Verlust des Lebens, geläutert wurde: die
Sintflut, die Zerstörung von Sodom und Gomorra, die Kriege der Menschen gegeneinander
usw. sind Beispiele dafür.
Ich wollte immer auf dieser Welt bei den Menschen bleiben. So war ich bei der
Sintflut bei Noah, dem einzig Gerechten jener Zeit. Auch bei anderen Unglücken
fand ich immer einen Gerechten, bei dem ich verweilen konnte und blieb unter allen
Menschen jener Zeit; so war es immer.
Dank meiner unendlichen Güte gegenüber der Menschheit, wurde die Welt oft
von ihrer Verderbnis gereinigt. Also erwählte ich weiterhin Seelen, an denen ich mich
erfreute, denn durch sie wollte ich mich an meinen Geschöpfen, den Menschen,
erfreuen.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Ich hatte der Welt den Messias versprochen. Was tat ich nicht alles, um sein
Kommen vorzubereiten! Ich zeigte mich sogar in Bildern, die ihn darstellen, tausende
von Jahren vor seinem Kommen.
Denn wer ist dieser Messias? Woher kommt er? Was wird er auf der Erde tun?
Wen wird er vertreten?
Messias ist Gott.
Wer ist Gott?
Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Woher kommt er, oder besser, wer hat ihm aufgetragen, zu den Menschen zu
kommen? Ich, Gott, sein Vater.
Wen wird er auf Erden vertreten?
Seinen Vater: Gott.
Was wird er auf Erden tun?
Er wird den Vater, Gott, bekanntmachen und ihn lieben lehren.
Hat er nicht gesagt: „Wißt ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meinem Vater
gehört?”
„Ich bin nur hier, um den Willen meines Vaters zu tun…“
„Alles, was ihr den Vater in meinem Namen erbittet, wird er euch geben.”
„So sollt ihr beten: Vater unser, der du bist im Himmel...”,
und da er gekommen ist, um den Vater zu verherrlichen und ihn bekanntzumachen,
sagt er an anderer Stelle:
„Wer mich sieht, sieht den Vater”
„Ich bin im Vater und der Vater ist in mir”
„Niemand kommt zum Vater außer durch mich”
„Wer immer bei mir ist, der ist auch bei meinem Vater...”
Seid überzeugt, ihr Menschen, daß ich von aller Ewigkeit an nur einen Wunsch
habe: Mich bei den Menschen bekanntzumachen und von ihnen geliebt zu werden;
ich wünsche mir, immerfort bei ihnen zu sein.
Wollt ihr einen glaubwürdigen Beweis dieses Wunsches, den ich eben gerade
geäußert habe?
Warum habe ich Mose befohlen, das Tabernakel und die Bundeslade zu bauen,
wenn ich nicht den brennenden Wunsch gehabt hätte, zu meinen Geschöpfen, den
Menschen, zu kommen und als Vater, Bruder und vertrauter Freund bei ihnen zu
leben? Dessen ungeachtet vergaßen und beleidigten sie mich unzählige Male. Und
damit sie trotz allem, Gott, ihren Vater, und dessen einzigen Wunsch, sie zu retten,
ins Gedächtnis rufen, gab ich Mose meine Gebote, denn durch die Einhaltung
derselben, konnten sie sich an den unendlich guten Vater erinnern, der nur auf ihr
gegenwärtiges und zukünftiges Heil bedacht war.
Dies alles geriet wieder in Vergessenheit und die Menschen versanken in
Irrtümer und Furcht, weil sie es für zu mühsam hielten, die Gebote so zu befolgen,
wie ich sie Mose übergeben hatte. Sie machten sich andere Gesetze, die ihren
Lastern mehr entsprachen und die sie deshalb leichter befolgen konnten. In ihrer
übertriebenen Furcht, die sie vor mir hatten, vergaßen sie mich mit der Zeit immer
mehr und überhäuften mich mit Beschimpfungen.
Und doch war meine Liebe zu diesen Menschen, die Liebe zu meinen Kindern,
keineswegs erloschen. Als ich festgestellt hatte, daß weder die Patriarchen, noch die
Propheten imstande waren, mich bei den Menschen bekanntzumachen und es ihnen
nicht gelungen war, die Menschen dazu zu bringen, mich zu lieben, beschloß ich,
selbst zu kommen.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Doch wie sollte ich es machen, wie sollte ich mich unter die Menschen
begeben? Es gab keine andere Möglichkeit, als selbst zu gehen, in der zweiten
Gestalt meiner Göttlichkeit.
Werden mich die Menschen erkennen? Werden sie auf mich hören?
Für mich gibt es nichts Verborgenes in der Zukunft; diese beiden Fragen beantwortete
ich mir selbst:
Sie werden meine Anwesenheit nicht zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie in
meiner Nähe sind. In meinem Sohn werden sie mich mißhandeln, trotz all dem, was
ich Ihnen Gutes tue. In meinem Sohn werden sie mich verleugnen, mich kreuzigen,
um mich sterben zu sehen.
Werde ich deshalb aufgeben? Nein, meine Liebe zu meinen Kindern, den Menschen,
ist zu groß.
Ich gab nicht auf: Ihr müßt anerkennen, daß ich euch, man könnte sagen, mehr
liebte als meinen geliebten Sohn und, um es noch besser zu sagen, mehr als mich
selbst.
Was ich euch sage, ist so wahr, daß ich gezögert hätte, eines meiner Geschöpfe
zu opfern, wenn dies ausgereicht hätte, die Sünden der anderen Menschen durch
ein, meinem Sohn ähnliches Leben, oder einen ähnlichen Tod, zu sühnen. Warum?
Weil ich meine Liebe verraten hätte, wenn ich ein anderes Geschöpf, das ich liebe,
leiden ließe, anstatt selbst in meinem Sohn zu leiden. Niemals hätte ich meine
Kinder leiden lassen wollen.
Dies war also eine kurze Schilderung meiner Liebe bis zu meiner Ankunft unter
den Menschen, durch meinen Sohn.
Die meisten Menschen kennen all diese Ereignisse, doch sie verkennen das
Wesentliche: Die Liebe ist es, die zu all dem führte.
Ja, es ist die Liebe und ich möchte, daß ihr das bemerkt. Jetzt ist diese Liebe
vergessen. Ich möchte euch daran erinnern, damit ihr erkennen lernt, was ich bin. Ihr
sollt euch nicht wie Sklaven vor dem Vater fürchten, der euch bis zum Letzten liebt.
Seht, mit dieser Erzählung sind wir erst am ersten Tag des ersten Jahrhunderts
angelangt und ich möchte euch bis in unsere Tage weiterführen: ins 20. Jahrhundert.
Oh, wie wurde meine Vaterliebe von den Menschen vergessen! Und doch liebe
ich euch mit so großer Zärtlichkeit! Was tat ich nicht alles in meinem Sohn, das heißt,
in der Gestalt meines zum Menschen gewordenen Sohnes! Die Göttlichkeit wurde im
Menschsein verhüllt; sie wurde klein, arm, gedemütigt. Mit meinem Sohn Jesus
führte ich ein Leben des Opfers und der Arbeit. Ich empfing seine Gebete, damit der
Mensch einen vorgezeichneten Weg finden konnte, der ihn in Gerechtigkeit mit dem
Ziel wandeln ließ, sicher bei mir anzukommen.
Sicher, ich kann die Schwäche meiner Kinder verstehen. Deshalb bat ich meinen
Sohn, ihnen Mittel zu schenken, um sich nach ihren Sündenfällen wieder zu
erheben. Diese Mittel werden ihnen helfen, sich von ihrer Sünde zu reinigen, sodaß
sie wieder Kinder meiner Liebe werden. Diese Mittel sind hauptsächlich die sieben
Sakramente und ein sehr bedeutendes, wichtiges Mittel ist vor allem das Kreuz,
denn es wird euch trotz eurer Sündenfälle retten, es ist das Blut meines Sohnes, das
sich jeden Augenblick über euch ergießt, vorausgesetzt, ihr nehmt es an und zwar
sowohl durch das Sakrament der Buße, als auch durch das Heilige Opfer der Messe.
Meine lieben Kinder, schon seit zwanzig Jahrhunderten überhäufe ich euch mit
diesen guten Dingen und mit besonderen Gnaden, und das Ergebnis ist sehr dürftig!
Wieviele meiner Geschöpfe, die durch meinen Sohn zu Kindern meiner Liebe
wurden, stürzten sich sehr schnell wieder in den ewigen Abgrund. In Wahrheit hatten
sie meine unendliche Güte nicht kennengelernt, und ich liebe euch doch so sehr!

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Wenigstens ihr, die ihr wißt, daß ich selbst komme, um mit euch zu sprechen
und euch meine Liebe zu zeigen, habt Erbarmen mit euch selbst und stürzt euch
nicht in den Abgrund. Ich bin euer Vater!
Ist es denn möglich, nachdem ihr mich euren Vater genannt und mir eure Liebe
gezeigt habt, daß ihr glaubt, in mir sei ein so hartes und gefühlloses Herz, euch
untergehen zu lassen? Nein, das dürft ihr nicht glauben! Ich bin der beste aller Väter!
Ich kenne die Schwäche meiner Geschöpfe! Kommt, kommt mit Vertrauen und Liebe
zu mir und wenn ihr Reue zeigt, werde ich euch verzeihen. Auch wenn eure Sünden
so widerwärtig wie Schlamm wären, werde ich sie eurem Vertrauens und eurer Liebe
wegen vergessen und ihr werdet nicht gerichtet werden! Ich bin gerecht, das ist
wahr, doch die Liebe verzeiht alles.
Hört, meine Kinder, machen wir einen Vergleich und ihr werdet euch meiner
Liebe sicher sein. Eure Sünden sind für mich wie Eisen, eure Taten aus Liebe wie
Gold. Selbst wenn ihr mir tausend Kilo Eisen aushändigen würdet, wäre dies für mich
weniger, als bekäme ich zehn Kilo Gold geschenkt. Das bedeutet, daß mit ein wenig
Liebe unendlich große Freveltaten aufgehoben werden.
Dies ist nur ein kleiner Aspekt meiner Urteilskraft gegenüber meinen Kindern,
den Menschen, und zwar gegenüber allen Menschen, ohne Ausnahme. Ihr braucht
nur zu mir zu kommen. Ich bin euch so nahe! Ihr braucht mich also nur zu lieben und
zu ehren, dann werdet ihr nicht gerichtet, oder, wenn nötig, höchstens mit unendlich
barmherziger Liebe.
Zweifelt nicht! Wenn mein Herz nicht so fühlen würde, hätte ich schon die ganze
Welt jedesmal vernichtet, als eine Sünde begangen wurde. Ihr seid hingegen meine
Zeugen, daß sich doch in jedem Augenblick mein Schutz durch Gnaden und Segen
über euch ausbreitet. Daraus könnt ihr schließen, daß es einen Vater gibt, der über
allen Vätern steht und der euch liebt und niemals aufhören wird euch zu lieben, wenn
ihr es nur wollt.
Ich komme auf zwei Wege zu euch: Durch das Kreuz und die Eucharistie!
Das Kreuz ist mein Weg, um zu meinen Kindern herabzusteigen, denn durch
das Kreuz ließ ich euch durch meinen Sohn erlösen. Und für euch bedeutet das
Kreuz den Weg, um zu meinem Sohn heraufzusteigen und von meinem Sohn zu mir.
Ohne das Kreuz könnt ihr niemals zu mir kommen, denn der Mensch hat durch die
Sünde die Trennung von Gott als Strafe auf sich geladen.
Bei der Eucharistie verweile ich unter euch wie ein Vater in seiner Familie. Ich
wollte, daß mein Sohn die Eucharistie einführt, um aus jedem Tabernakel ein Gefäß
meiner Gnaden, meiner Reichtümer und meiner Liebe zu machen, damit ich sie den
Menschen, meinen Kindern, darbringen kann.
Durch diese beiden Wege lasse ich unaufhörlich meine Kraft und meine
unendliche Barmherzigkeit zu den Menschen fließen.
... Jetzt, wo ich euch gezeigt habe, daß mein Sohn Jesus mich bei den Menschen
vertritt und daß ich durch ihn immer unter ihnen verweile, will ich euch auch
noch zeigen, wie ich durch meinen Heiligen Geist zu euch komme.
Das Werk dieser dritten Gestalt meiner Göttlichkeit erfüllt sich lautlos und oft
merkt es der Mensch nicht einmal. Doch für mich ist der Heilige Geist ein sehr
geeignetes Mittel, um nicht nur im Tabernakel, sondern auch in den Seelen all jener
zu verweilen, die sich in gnadenvollem Zustand befinden, um dort meinen Thron zu
errichten und für immer als wahrer liebender Vater dort zu bleiben, der sein Kind
beschützt und ihm beisteht. Niemand kann sich die Freude vorstellen, die ich
empfinde, wenn ich mit einer Seele alleine bin. Niemand hat bis jetzt die unendlichen
Wünsche meines Herzens als Gott Vater verstanden, von allen Menschen, Gerechte
und Sünder, kennengelernt, geliebt und geehrt zu werden. Daher wünsche ich, daß

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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mir der Mensch diese drei Huldigungen darbringt, damit ich auch den größten
Sündern gegenüber immer barmherzig und gut sein kann.
Was tat ich nicht alles für mein Volk von Adam bis Josef, dem Adoptivvater
Jesu, und von Josef bis zu diesem Tag, um den Menschen die Möglichkeit zu geben,
mir jene besondere Verehrung entgegenzubringen, die mir als Vater, Schöpfer und
Erlöser gebührt! Trotzdem wurde mir diese besondere Verehrung, die ich so
ersehnte und noch immer so sehr wünsche, noch nicht entgegengebracht!
Im Exodus lest ihr, daß man Gott durch besondere Anbetung ehren sollte. Vor
allem in den Psalmen Davids ist diese Lehre enthalten. In den Geboten, die ich Mose
selbst übergab, setzte ich an die erste Stelle: "Du sollst Gott lieben und ehren und
keine anderen Götter haben neben mir".
Liebe und Ehre sind eben zwei Dinge, die man nicht trennen kann. Da ich euch
mit so vielen Wohltaten überhäuft habe, sollte ich auch ganz besonders von euch
geehrt werden.
Als ich euch das Leben schenkte, wollte ich euch zu meinem Ebenbild machen.
Euer Herz ist empfindsam wie das meine und das meine empfindsam wie das
eure!
Was würdet ihr nicht für einen eurer Nächsten tun, wenn dieser euch einen
kleinen Gefallen zu eurer Freude gemacht hätte? Selbst der unempfindlichste
Mensch würde dieser Person dankbar sein und dies so schnell nicht vergessen.
Jeder Mensch würde versuchen, als Lohn für den Dienst dem anderen den größten
Gefallen zu tun. Und ich wäre euch gegenüber noch viel dankbarer, wenn ihr mir
diesen kleinen Gefallen erweisen und mich verehren würdet, wie ich es erbitte: Ich
würde euch das ewige Leben zusichern.
Ich erkenne an, daß ihr mich in meinem Sohn ehrt und daß es Menschen gibt,
die die Fähigkeit besitzen, mir alles über meinen Sohn zukommen zu lassen, doch
sind es nur sehr, sehr wenige. Glaubt dennoch nicht, ihr würdet mich nicht ehren,
wenn ihr meinen Sohn ehrt. Sicher ehrt ihr mich so, denn ich bin in meinem Sohn.
Also ist alles, was ihm Ehre macht, auch Ehre für mich.
Doch ich möchte sehen, daß der Mensch seinen Vater und Schöpfer auf ganz
besondere Weise verehrt, mit einer ganz besonderen Anbetung. Je mehr Ehre ihr
mir entgegenbringt, desto mehr ehrt ihr meinen Sohn, denn nach meinem Willen
wurde er zum fleischgewordenen Wort, und er ist zu euch gekommen, um euch mit
jenem, der ihn sandte, bekanntzumachen.
Wenn ihr von mir Kenntnis nehmt, werdet ihr mich lieben, und ihr werdet meinen
geliebten Sohn mehr lieben, als ihr es jetzt tut. Seht, wie viele meiner Geschöpfe, die
durch das Geheimnis der Erlösung zu meinen Kindern wurden, nicht in den
Weidegründen sind, die ich durch meinen Sohn für alle Menschen geschaffen habe!
Seht, wie viele andere - das wißt ihr - kennen diese Weidegründe noch nicht, und
wie viele Geschöpfe sind meinen Händen entglitten und nicht einmal die Hand, die
sie erschaffen hat, nehmen sie zur Kenntnis! Ihr kennt sie nicht, aber ich kenne sie
alle.
Oh, wie gern möchte ich bekannt machen, welch allmächtiger Vater ich für euch
bin und wie gerne ich es auch für jene wäre, denen ich meine Wohltaten zeigen
möchte! Ich möchte, daß sie durch mein Gesetz ein süßeres Leben führen können.
Ich wünsche mir, daß ihr in meinem Namen zu ihnen geht und von mir sprecht. Ja,
sagt ihnen, daß sie einen Vater haben, der ihnen, nachdem er sie erschaffen hat, die
Schätze schenken will, die er besitzt. Sagt ihnen vor allem, daß ich an sie denke,
daß ich sie liebe und ihnen ewige Glückseligkeit schenken möchte.
Oh, ich verspreche euch: Die Menschen werden sich schneller bekehren.
Glaubt mir, wenn ihr von der Zeit der Urkirche an begonnen hättet, mich durch
einen besonderen Kult ehren zu lassen und mir Ehre zu erweisen, wären nach

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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zwanzig Jahrhunderten nur wenige übriggeblieben, die weiterhin dem Götzendienst,
Heidentum und den vielen falschen und bösen Sekten verfallen wären, durch die der
Mensch blindlings in die Abgründe des ewigen Feuers stürzt. Seht, wieviel Arbeit es
noch zu tun gibt!
Meine Stunde ist gekommen! Es tut not, daß ich von den Menschen kennengelernt,
geliebt und geehrt werde; da ich sie erschaffen habe, kann ich ihr Vater sein,
dann ihr Erlöser und schließlich der Ursprung ihrer ewigen Freude.
Bis jetzt sprach ich euch von Dingen, die ihr schon wißt. Ich wollte sie euch in
Erinnerung rufen, damit ihr euch immer mehr davon überzeugen laßt, daß ich ein
sehr guter Vater bin und nicht jener schreckliche Vater, für den ihr mich haltet; ihr
sollt auch noch wissen, daß ich der Vater aller jetzt lebenden Menschen und der
Vater all jener Menschen bin, die ich bis ans Ende der Welt erschaffen haben werde.
Ihr sollt auch wissen, daß ich wahrgenommen, geliebt und vor allem geehrt
werden möchte. Alle sollen meine unendliche Güte erkennen, eine Güte, die ich allen
- doch hauptsächlich den Sündern, den Kranken, den Sterbenden - und all jenen
entgegenbringe, die leiden. Jene sollen wissen, daß ich nur einen Wunsch habe: Ich
möchte sie lieben und ihnen meine Gnade schenken, ihnen verzeihen, wenn sie
Reue zeigen und vor allem möchte ich sie nicht mit harter Gerechtigkeit, sondern mit
meiner Barmherzigkeit richten, damit alle erlöst werden können und ich sie zu
meinen Auserwählten zählen kann.
Diese kurzen Darlegungen möchte ich mit einem Versprechen schließen, das für
immer gelten soll: Nennt mich vertrauensvoll Vater und liebt mich, so werdet ihr von
diesem Vater alles erhalten und er wird euch alles mit Liebe und Barmherzigkeit
schenken.
Mein Sohn, dein spiritueller Vater, möge sich meiner Ehre annehmen und dich
Satz für Satz das niederschreiben lassen, was ich dir diktiert habe und was ich dir
noch diktieren werde, damit es den Menschen leichtfällt, diese Darlegungen zu
lesen, von denen ich möchte, daß sie sie kennen, ohne etwas hinzuzufügen.
Ich werde dir jeden Tag ein wenig von meinen Wünschen bezüglich der
Menschen anvertrauen; ich werde dir von meinen Freuden und von meinen Sorgen
erzählen, vor allem aber werde ich den Menschen meine unendliche Güte und die
Zärtlichkeit meiner barmherzigen Liebe zeigen.
Ich möchte auch, daß dir deine Oberen gestatten, deine freie Zeit zu verwenden,
dich mit mir zu unterhalten, und daß du mich täglich eine halbe Stunde trösten und
lieben kannst; so möchte ich erreichen, daß die Herzen der Menschen, meiner
Kinder, bereit werden dafür zu arbeiten, diese Art der Verehrung zu verbreiten, deren
Form ich euch gerade eben offenbart habe. So sollt ihr zu großem Vertrauen
gelangen, ihr sollt diesem Vater vertrauen, der von seinen Kindern geliebt werden
möchte.
Damit sich dieses Werk, das ich unter den Menschen vollbringen möchte, im
Schoße aller Nationen so schnell wie möglich ausbreiten kann und jene, die mit der
Vorbereitung beauftragt sind, auch nicht die kleinste Unvorsichtigkeit begehen, bitte
ich dich, deine Tage in besonderer Andacht zu verbringen. Du wirst glücklich sein,
wenig mit den Geschöpfen zu sprechen und im Geheimen deines Herzens wirst du
mit mir sprechen und auf mich hören, auch wenn du unter ihnen bist.
Ich möchte, daß du noch etwas tust: Wenn ich manchmal etwas sage, was für
dich bestimmt ist, so schreibe das, was ich dir im Vertrauen gesagt habe, in ein
besonderes Tagebuch. Doch hier möchte ich zu den Menschen sprechen. Ich lebe
mit den Menschen in einer Vertrautheit, die größer ist, als die zwischen einer Mutter
und ihren Kindern.
Seit der Erschaffung des Menschen habe ich keinen einzigen Moment aufgehört,
bei ihm zu leben; als Schöpfer und Vater des Menschen spüre ich das Bedürfnis, ihn

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zu lieben. Nicht etwa, weil ich ihn brauche, nein, meine Liebe als Vater und Schöpfer
läßt mich das Bedürfnis verspüren, den Menschen zu lieben. Also lebe ich beim
Menschen, ich folge ihm überall hin, ich helfe ihm bei allem, ich ersetze ihm alles. Ich
sehe, was er braucht, ich kenne seine Mühen und all seine Wünsche und mein
größtes Glück ist, wenn ich ihm beistehen und ihn erlösen kann.
Die Menschen glauben, ich sei ein furchtbarer Gott und würde die ganze
Menschheit in die Hölle stoßen. Wie überrascht werden sie sein, wenn sie beim
Jüngsten Gericht sehen werden, wie viele verlorengeglaubte Seelen sich unter den
Auserwählten befinden und an der ewigen Glückseligkeit teilhaben.
Ich wünschte, alle meine Geschöpfe wären davon überzeugt, daß es einen Vater
gibt, der über sie wacht und der ihnen schon auf Erden einen Vorgeschmack auf die
ewige Glückseligkeit geben will.
Eine Mutter wird nie das kleine Geschöpf vergessen, das sie auf die Welt
brachte. Ist es nicht noch schöner, wenn ich mich an alle Geschöpfe erinnere, die ich
auf die Welt gebracht habe?
Wenn also eine Mutter dieses kleine Wesen liebt, das ich ihr geschenkt habe, so
liebe ich es, der es erschaffen hat, doch noch viel mehr. Und wenn es manchmal
vorkommt, daß eine Mutter ihr Kind weniger liebt, weil es sein kann, daß ihm etwas
fehlt, so ist bei mir das Gegenteil der Fall: Ich werde es umso mehr lieben. Eine
Mutter könnte es fertigbringen, ihr Kind zu vergessen oder nur selten daran zu
denken, vor allem, wenn es alt genug und nicht mehr ihrer Aufsicht unterstellt ist; ich
aber werde es niemals vergessen. Ich liebe es immer: auch dann, wenn es sich nicht
mehr an mich, seinen Vater und Schöpfer, erinnert, werde ich daran denken und es
weiterhin lieben.
Zuerst sagte ich euch, daß ich euch auch auf Erden ewige Glückseligkeit
schenken möchte, doch ihr habt diesen Satz noch nicht verstanden, dessen Sinn
folgender ist: Wenn ihr mich liebt und mich vertrauensvoll Vater nennt, wenn ihr mir
diesen zärtlichen Namen gebt, dann werdet ihr schon hier auf Erden beginnen, die
Liebe und das Vertrauen zu spüren, die eure ewige Glückseligkeit schaffen werden
und die ihr im Himmel gemeinsam mit den Auserwählten singen werdet. Ist dies nicht
ein Vorwegnehmen der himmlischen Glückseligkeit, die auf ewig Bestand haben
wird?
Ich wünsche mir also, daß der Mensch sich oft daran erinnert, daß ich dort bin,
wo er ist; daß er nicht leben könnte, wenn ich nicht bei ihm wäre und leben würde
wie er. Trotz seines Unglaubens höre ich nie auf, immer neben ihm zu sein.
Oh, wie gern würde ich sehen, daß sich der Plan verwirklicht, den ich euch
übermitteln will und der folgenden Inhalt hat: Bis heute hat der Mensch nicht im
geringsten daran gedacht, Gott, seinem Vater, diesen Gefallen zu tun, von dem ich
spreche: Ich möchte erleben, daß sich ein großes Vertrauen zwischen dem Menschen
und seinem himmlischen Vater entwickelt; es soll der wahre Geist der
Vertrautheit herrschen und gleichzeitig sehr viel Zartgefühl, damit meine große Güte
nicht ausgenützt wird.
Ich kenne eure Bedürfnisse, eure Wünsche und all das, was euer Inneres
bewegt. Doch wie glücklich und dankbar wäre ich, wenn ich erleben dürfte, daß ihr
zu mir kommt und mir eure Bedürfnisse anvertraut, wie es ein Sohn tut, der seinem
Vater absolutes Vertrauen entgegenbringt. Wie könnte ich euch etwas von kleiner
oder großer Wichtigkeit ausschlagen, wenn ihr mich bittet? Merkt ihr denn nicht, wie
nahe ich euch bin, wenn ihr die Ereignisse betrachtet, die in und um euch geschehen,
auch wenn ihr mich nicht seht?
Wenn ihr an mich glaubt, ohne mich gesehen zu haben, werde ich mich eines
Tages sehr dankbar erweisen!

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Auch jetzt, wo ich hier bin, wo ich als Person unter euch weile und zu euch
spreche, wo ich euch immerfort in allen nur erdenklichen Formen wiederhole, daß ich
euch liebe und daß ich kennengelernt, geliebt und mit besonderer Verehrung geehrt
werden möchte, auch jetzt seht ihr mich nicht, mit Ausnahme einer einzigen Person,
nämlich derjenigen, der ich diese Botschaft diktiere. Eine Einzige unter der ganzen
Menschheit. Dennoch, was ich hier sage, sage ich zu euch allen, indem ich zu ihr
spreche, die ich sehe - euch alle sehe ich - spreche ich zu allen und zu jedem von
euch, als würdet ihr mich sehen!
Ich wünsche mir also, daß die Menschen mich kennenlernen und spüren
können, daß ich jedem von ihnen nahe bin! Denkt daran, ihr Menschen, ich möchte
die Hoffnung der Menschheit sein. Bin ich es nicht schon? Wenn ich nicht die
Hoffnung der Menschen wäre, wäre der Mensch verloren. Doch es ist nötig, daß ich
als Hoffnung wahrgenommen werde, damit Frieden, Vertrauen und Liebe in die
Herzen der Menschen dringen können und dadurch eine Beziehung zwischen ihnen
und ihrem Vater entstehen kann, dem Vater des Himmels und der Erde.
Glaubt nicht, ich wäre dieser furchterregende alte Mann, als den mich die
Menschen auf Bildern und in Büchern darstellen. Nein, ich bin weder älter noch
jünger als mein Sohn und mein Heiliger Geist.
Deshalb wünsche ich mir, daß mich alle, vom Kind bis zum Greis, mit dem
vertrauten Namen Vater und Freund rufen, denn ich bin immer bei euch; ich werde
euch ähnlich, damit ihr mir ähnlich werdet. Wie groß wäre meine Freude, wenn ich
sehen würde, wie Eltern ihren Kindern beibringen, mich oft bei meinem Namen zu
nennen, mich Vater zu rufen, denn das bin ich in Wirklichkeit. Wie sehr sehne ich
mich danach zu erleben, daß in diesen jungen Seelen Vertrauen und Liebe zu mir
entsteht, die Liebe der Kinder zum Vater!
Ich habe alles für euch getan; werdet ihr das nun für mich tun? Ich möchte in
jeder Familie verweilen, wie in meinem Haus, damit alle mit größter Sicherheit sagen
können: “Wir haben einen Vater, der unendlich gut, unendlich reich und unvorstellbar
barmherzig ist. Er denkt an uns und ist uns nah, er wacht über uns, er selbst
beschützt uns, er wird uns alles geben, was uns fehlt, wenn wir ihn darum bitten. All
seine Reichtümer gehören uns, wir werden alles haben, was wir brauchen”. Genau
aus diesem Grunde bin ich hier: Ihr sollt mich um das bitten, was ihr braucht: “Bittet
mich und ihr werdet es erhalten”. In meiner väterlichen Güte werde ich euch alles
geben, wenn mich nur alle als den wahren Vater anerkennen könnten, als einen
Vater, der unter den Seinen lebt, denn das tue ich wahrhaftig.
Ich möchte auch noch, daß in jeder Familie das Bild, das ich später meinem
“Töchterchen” zeigen werde (vgl. das Titelblatt), so aufgestellt wird, daß jeder es
sehen kann. Ich möchte, daß jede Familie, um mich leichter ehren zu können, sich
auf diese Weise unter meinen besonderen Schutz stellt. Dort wird mich jede Familie
an ihren Bedürfnissen, ihren Werken, ihren Sorgen, Leiden, Wünschen und auch
ihren Freuden teilhaben lassen, denn ein Vater sollte alles wissen, was seine Kinder
betrifft. Ich weiß es, natürlich, denn ich bin hier, doch ich liebe die Einfachheit sehr.
Ich kann mich euch anpassen. Ich mache mich klein mit den Kleinen, erwachsen den
Erwachsenen gleich, den Alten mache ich mich ähnlich, damit alle verstehen, was
ich ihnen sagen will, ihrer Heiligwerdung und meinem Ruhm willen.
Liegt nicht der Beweis dafür, daß ich die Wahrheit sage, in meinem Sohn, der
sich klein und schwach machte und dadurch so wurde wie ihr? Habt ihr jetzt den
Beweis immer noch nicht, jetzt, da ihr seht, wie ich hier zu euch spreche? Ich tue es,
weil ich möchte, daß ihr verstehen könnt, was ich sage. Warum hätte ich sonst, um
zu euch zu sprechen, ein Wesen gewählt, das arm ist wie ihr? Und nun, mache ich
mich euch nicht ähnlich?

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Seht, ich habe mir meine Krone zu Füßen gelegt, die Welt auf mein Herz. Ich
habe meinen Glanz im Himmel gelassen und bin hierher gekommen; ich bin alles für
jeden, arm für die Armen und reich für die Reichen. Ich möchte die Jugend
beschützen, wie es ein zärtlicher Vater tut. Es gibt so viel Böses auf der Welt! Diese
armen, unerfahrenen Seelen lassen sich von den Verlockungen des Lasters verführen,
was sie nach und nach in den totalen Untergang führt. Oh ihr, die ihr ganz
besonders jemanden braucht, der im Leben über euch wacht, kommt zu mir, damit
ihr dem Bösen aus dem Weg gehen könnt. Ich bin der Vater und ich liebe euch
mehr, als jedes andere Geschöpf euch jemals lieben wird. Sucht Zuflucht bei mir,
vertraut mir eure Sorgen und Wünsche an. Ich werde euch mit großer Zärtlichkeit
lieben. Ich werde euch die nötigen Gnaden geben und eure Zukunft segnen. Ihr
könnt sicher sein, daß ich nicht nach fünfzehn, fünfundzwanzig oder dreißig Jahren
vergesse, daß ich euch erschaffen habe. Kommt zu mir! Ich sehe, daß ihr einen
zärtlichen und unendlich gütigen Vater wie mich dringend braucht.
Ohne auf vieles andere näher einzugehen, was hier gesagt werden sollte, was
ich aber auch später noch werde sagen können, möchte ich nun vor allem zu den
Seelen derer sprechen, die ich ausgewählt habe: zu den Priestern und Ordensleuten.
Zu euch möchte ich sprechen, ihr geliebte Kinder meiner Liebe. Ich habe
Großes mit euch vor!«
AN DEN PAPST
»Vor allen anderen wende ich mich an dich, meinen geliebten Sohn, meinen
Stellvertreter, um dieses Werk in deine Hände zu legen; dieses Werk sollte vor allem
anderen Vorrang haben und wegen der Furcht, die der Teufel den Menschen
eingeflößt hat, wird es sich nur in dieser Zeit verwirklichen lassen.
Oh, wie wünsche ich mir, daß du die Tragweite dieses Werkes, seine Größe,
seine Ausdehnung, seine Höhe und seine Tiefgründigkeit verstehen mögest. Ich
wünsche, daß du meine unermeßlichen Wünsche auf die jetzige und zukünftige
Menschheit bezogen verstehen mögest.
Wenn du nur wüßtest, wie sehr ich mich danach sehne, von den Menschen
kennengelernt, geliebt und mit einer besonderen Verehrung geehrt zu werden!
Diesen Wunsch trage ich seit aller Ewigkeit und seit der Schöpfung des ersten
Menschen in mir. Diesen Wunsch äußerte ich schon viele Male gegenüber den
Menschen, vor allem im Alten Testament. Doch der Mensch hat ihn nie erkannt. Nun
läßt mich dieser Wunsch alles Vergangene vergessen, vorausgesetzt, er wird in der
Gegenwart durch meine Geschöpfe auf der ganzen Welt erfüllt.
Ich lasse mich auf das ärmste meiner Geschöpfe herab, um in seiner
Unkenntnis und durch es zu den Menschen sprechen zu können, ohne daß es sich
der Größe des Werkes bewußt wird, das ich durch es vollbringen möchte.
Ich kann mit ihr nicht über Theologie sprechen; ich wäre des Scheiterns sicher,
weil sie mich nicht verstehen würde. Ich lasse das zu, damit ich mein Werk durch
Einfachheit und Unschuld vollbringen kann. Doch nun ist es an dir, dieses Werk der
Untersuchung zuzuführen und es so schnell wie möglich zur Ausführung zu bringen.
Um kennengelernt, geliebt und mit einem besonderen Kult verehrt zu werden,
verlange ich nichts Außergewöhnliches. Ich wünsche nur folgendes:
1) Daß ein Tag, oder wenigstens ein Sonntag mir geweiht werde, damit ich mit dem
Namen Vater der gesamten Menschheit auf ganz besondere Weise geehrt sei.
Für dieses Fest soll eine eigene hl. Messe und ein eigener Festtag abgehalten
werden. Es ist nicht schwer, die entsprechenden Texte in der Heiligen Schrift zu
finden. Wenn ihr mir diese besondere Verehrung an einem Sonntag erweisen

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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wollt, so wähle ich den ersten Sonntag im August, wenn ihr einen Wochentag
nehmt, bevorzuge ich den 7. des gleichen Monats.
2) Der gesamte Klerus sollte sich dafür einsetzen, daß sich dieser Kult entwickelt
und vor allem sollte er sich bemühen, mich bei den Menschen als den bekannt
zu machen, der ich wirklich bin und immer für sie sein werde: Der zärtlichste und
liebevollste aller Väter.
3) Ich wünsche, daß man mir Eintritt gewährt, in allen Familien, in den Krankenhäusern
und auch in den Werkstätten und den Büros, den Kasernen, den
Beratungsräumen der Minister aller Nationen, ja schließlich überall dort, wo sich
meine Geschöpfe aufhalten, selbst wenn sich dort nur ein einziges meiner Geschöpfe
befindet. Das wahrnehmbare Zeichen meiner unsichtbaren Anwesenheit
soll ein Bild sein, das zeigt, daß ich wirklich da bin, daß ich anwesend bin. So
werden alle Menschen all ihre Taten unter dem Blick ihres Vaters vollbringen
und ich selbst werde das Geschöpf vor meinen Augen haben, das ich nach der
Erschaffung angenommen habe; so werden alle meine Kinder unter dem Blick
ihres zärtlichen Vaters stehen. Zweifellos bin ich auch jetzt überall, doch ich
möchte wahrnehmbar verkörpert werden.
4) Während des Jahres sollen der Klerus und die Gläubigen mir zu Ehren einige
fromme Werke ausführen, ohne dabei ihre gewöhnlichen Beschäftigungen zu
vernachlässigen. Meine Priester sollten furchtlos überall hingehen, zu allen
Nationen, um den Menschen die Flamme meiner väterlichen Liebe zu bringen.
Dann werden die Seelen erleuchtet und erobert werden, und zwar nicht nur die
Seelen der Ungläubigen, sondern auch die der Sektenanhänger, die nicht zur
wahren Kirche gehören. Ja, auch diese Menschen, die doch meine Kinder sind,
sollen diese Flamme vor sich leuchten sehen, sie sollen die Wahrheit erkennen;
sie sollen sich zu allen christlichen Tugenden bekennen und diese ausüben.
5) Ganz besonders möchte ich in den Priesterseminaren, den Noviziaten, den
Schulen und den Internaten geehrt werden. Alle, von den Kleinsten bis zu den
Größten, sollen mich als ihren Vater, ihren Schöpfer und ihren Erlöser kennenlernen
können und lieben.
6) Die Priester sollten in der Heiligen Schrift suchen, was ich in anderen Zeiten
über die Gottesverehrung, die ich von den Menschen erhalten möchte, gesagt
habe, und was bis heute nicht zur Kenntnis genommen wurde. Sie sollten auch
dafür sorgen, daß meine Wünsche und mein Wille bei allen Gläubigen und allen
Menschen bekannt werden. Sie sollen auch darüber befinden, welche meiner
Worte für alle Menschen und welche besonders für die Priester, die Ordensbrüder
und Ordensschwestern, bestimmt sind. Jene Seelen wähle ich aus, mehr
als die Menschen, die in der Welt leben, um mir große Verehrung zu erweisen.
Sicher, es wird eine Zeit brauchen, bis sich diese Wünsche, die ich für die
Menschheit bestimmt und dir nun bekanntgegeben habe, ganz verwirklichen lassen.
Doch eines Tages werde ich zufrieden sein, dank der Gebete und der Opfer großzügiger
Seelen, die sich für dieses Werk meiner Liebe hingeben. Ich werde dich
segnen, mein geliebter Sohn, und ich werde dich für das, was du für meinem Ruhm
tun wirst, hundertfach belohnen.«

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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AN DEN BISCHOF
»Auch zu dir möchte ich ein Wort sagen, mein Sohn Alexander, damit meine
Wünsche auf der Welt in Erfüllung gehen.
Es ist nötig, daß ihr mit dem geistlichen Vater dieses “Pflänzchens” (Mutter
Eugenia) meines Sohnes Jesus, Förderer dieses Werkes werdet, das heißt, daß ihr
diese besondere Verehrung unterstützt, die ich von den Menschen erwarte. Euch,
meinen Kindern, vertraue ich dieses Werk und seine so bedeutende Zukunft an.
Sprecht von dem, was ich sagen werde, beharrt darauf und macht es bekannt,
damit ich von all meinen Geschöpfen kennengelernt, geliebt und verehrt werde.
Wenn ihr das tut, was ich von euch erwarte, habt ihr meinen Willen getan, und ihr
werdet die Wünsche erfüllen, die ich seit langer Zeit im Stillen gehegt habe.
Was ihr für meine Herrlichkeit tut, werde ich doppelt für eure Rettung und
Heiligwerdung vergelten. Ihr werdet erst im Himmel und nur im Himmel die große
Belohnung erhalten, die ich ganz besonders euch und allen, die für dieses Ziel
arbeiten, zukommen lassen werde.
Ich habe den Menschen für mich erschaffen und es ist nur gerecht, daß ich
ALLES für den Menschen bin. Der Mensch wird außerhalb seines Vaters und
Schöpfers keine wahren Freuden finden, denn sein Herz ist für nichts anderes
gemacht als für mich.
Meine Liebe für meine Geschöpfe ist so groß, daß ich keine andere Freude
kenne als die, unter den Menschen zu sein.
Meine Herrlichkeit im Himmel ist unendlich groß, doch meine Herrlichkeit ist
noch größer, wenn ich mich unter meinen Kindern befinde: den Menschen auf der
ganzen Welt. Euer Himmel, meine Kinder, ist das Paradies mit meinen Auserwählten,
denn dort oben im Himmel, werdet ihr mich in einer ewigen Anschauung
betrachten und euch in ewiger Herrlichkeit erfreuen können. Mein Himmel ist bei
euch auf Erden, ihr Menschen! Ja, hier auf Erden, in euren Seelen suche ich mein
Glück und meine Freude. Ihr könnt mir diese Freude schenken und es ist auch eure
Pflicht gegenüber eurem Schöpfer und Vater, der dies von euch wünscht und
erwartet.
Meine Freude unter euch zu sein ist nicht weniger groß, als jene Freude, die ich
verspürte, als ich meinen Sohn Jesus durch sein sterbliches Leben begleitete. Ich
war es, der meinen Sohn gesandt hat. Er entsprang meinem Heiligen Geist, der
wiederum ich bin, mit einem Wort, immer war ICH es.
Euch, meinen Geschöpfen, die ich wie meinen Sohn Jesus liebe, der ich bin,
euch sage ich, wie ich zu ihm sagte: Ihr seid meine geliebten Kinder, an denen ich
Gefallen gefunden habe; deshalb freue ich mich in eurer Gesellschaft und möchte
bei euch bleiben. Meine Anwesenheit unter euch ist wie die Sonne auf der irdischen
Welt. Wenn ihr bereit seid, mich zu empfangen, werde ich euch sehr nahe kommen,
ich werde in euch eindringen, euch erleuchten und durch meine unendliche Liebe
erwärmen.
Was euch betrifft, ihr Seelen, die ihr mit Sünde behaftet oder in Unkenntnis der
religiösen Wahrheit seid, so kann ich nicht in euch dringen, doch ich werde euch auf
jeden Fall nahe sein, denn ich werde nie aufhören, euch zu rufen, euch einzuladen;
ich möchte, daß ihr euch sehnt, meine Wohltaten zu empfangen, damit ihr das Licht
seht und von der Sünde gereinigt werdet.
Manchmal schaue ich mitleidig auf euch herab, weil ich sehe, in welch unglücklichem
Zustand ihr euch befindet. Manchmal betrachte ich euch mit Liebe, um euch
dazu zu bewegen, euch der unwiderstehlichen Kraft der Gnade zu beugen. Manchmal
verbringe ich nahe bei einigen Seelen Tage, ja sogar Jahre, um ihnen ewige
Glückseligkeit zusichern zu können. Doch sie mißachten meine Anwesenheit, sie

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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ignorieren, daß ich auf sie warte und sie zu jeder Tageszeit rufe. Dennoch werde ich
durchaus nicht müde und es macht mir trotzdem Freude, bei euch zu bleiben, wobei
ich immer hoffe, daß ihr eines Tages zu eurem Vater zurückkommen werdet, daß ihr
mir wenigstens vor eurem Tod einige Liebestaten erweist.
Nun, es stirbt zum Beispiel eine Seele plötzlich und unvorbereitet: Diese Seele
war für mich immer wie der verlorene Sohn... (Aufzeichnung der Mutter Eugenia: "Ich
sah, wie sich dieses Beispiel vollendete, genauso, wie es unser Vater sagt und ich es
niederschreibe").
Ich überhäufte sie mit Wohltaten und sie vergeudete sie alle, diese unentgeltlichen
Geschenke ihres so überaus milden Vaters, mehr noch, sie beleidigte mich
grob. Ich wartete auf sie, ich folgte ihr überall hin, ich tat ihr weitere Gefälligkeiten
und schenkte ihr Gesundheit und Güter, die ich ihr durch ihre Arbeit einbringen ließ,
daß sie sie im Überfluß hatte. Manchmal verschaffte ihr meine Vorsehung noch mehr
Reichtum. Sie lebte also im Überfluß, doch ihr Blick reichte nur bis zum traurigen
Schimmer ihrer Laster und ihr ganzes Leben war ein einziges Netz von Fehlern,
denn die Todsünde war ihr zur Gewohnheit geworden. Doch meine Liebe ermüdete
nie. Ich folgte ihr gleichermaßen, ich liebte sie, und vor allem war ich trotz der
Ablehnung, die sie mir entgegenbrachte, zufrieden, geduldig neben ihr leben zu
können, in der Hoffnung, daß sie meine Liebe vielleicht eines Tages erhören und sie
zu mir, ihrem Vater und Erlöser, zurückkommen würde.
Schließlich näherte sich ihr letzter Tag: Ich sandte ihr eine Krankheit in der
Hoffnung, sie könne sich sammeln und zu mir, ihrem Vater, zurückkehren. Doch die
Zeit verging und mein armer Sohn stand mit 74 Jahren vor seiner letzten Stunde. Ich
blieb immer noch bei ihm, wie immer: Ich sprach zu ihm mit mehr Güte denn je. Ich
gab nicht auf, ich rief meine Auserwählten, die für ihn beten sollten, auf daß er um
Vergebung bitte, die ich ihm anbot... An diesem Punkt angelangt, öffnete er vor
seinem letzten Atemzug die Augen und erkannte seine Fehler; er erkannte, wie weit
er sich vom wahren Weg, dem Weg, der zu mir führt, entfernt hatte. Er kam zu sich
und sagte zu mir mit wehmütiger Stimme, die keiner der Anwesenden hören konnte:
“Mein Gott, jetzt erkenne ich, wie groß Eure Liebe zu mir war und ich habe Euch
immerfort beleidigt, indem ich ein so schlechtes Leben führte. Niemals habe ich an
Euch gedacht, meinen Vater und Erlöser. Nun, Ihr seht alles und ich bitte Euch um
Vergebung für all das Böse, was Ihr in mir seht und was auch ich in meiner
Verwirrung nun erkenne, mein Vater und Erlöser, vergebt mir, ich liebe Euch!” Er
starb im selben Moment und hier steht er nun vor mir. Ich richtete über ihn mit der
Liebe eines Vaters, denn Vater hatte er mich genannt und nun ist er gerettet. Er wird
einige Zeit an einem Ort der Sühne verweilen müssen und danach wird er glücklich
sein bis in alle Ewigkeit. Und mir, dem es während seines Lebens Freude machte zu
hoffen, ihn durch seine Reue erlösen zu können, mir gefällt es umso mehr, nun
gemeinsam mit meinem himmlischen Hofstaat meinen Wunsch erfüllt zu sehen und
für alle Ewigkeit sein Vater zu sein.
Wie sehr finde ich mein Glück in den Seelen, die in Gerechtigkeit und heiligmachender
Gnade leben, wie glücklich macht es mich, in ihnen zu wohnen. Ich
schenke mich ihnen. Ich übertrage ihnen die Ausübung Meiner Kraft und in Meiner
Liebe finden sie die Vorwegnahme des Paradieses in mir, ihrem Vater und Erlöser!«
So endet der erste Teil der Botschaft.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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DIE BOTSCHAFT DES VATERS
2. Heft
Das zweite Heft beginnt am 12. August 1932. Eines Tages bemächtigte sich der Teufel
dessen und zerschnitt mit einer Schere den Umschlag.
»Gerade habe ich eine Quelle lebendigen Wassers geöffnet, die vom heutigen
Tag an bis ans Ende der Zeiten niemals austrocknen wird. Ich komme zu euch,
meine Geschöpfe, um meinen väterlichen Schoß für euch zu öffnen, denn, meine
Kinder, ich liebe euch inbrünstig. Ich möchte, daß ihr Zeugen meiner unendlichen
und barmherzigen Liebe seid. Es genügt mir nicht, euch meine Liebe offenbart zu
haben, ich möchte euch auch mein Herz öffnen, denn von dort wird eine erfrischende
Quelle entspringen, die den Durst aller Menschen löschen wird. Die Menschen
werden dann Freuden empfinden, die sie bis dahin nicht kannten, weil die
übertriebene Furcht vor mir, ihrem zärtlichen Vater, unendlich schwer auf ihnen
lastet.
Seit der Zeit, da ich den Menschen einen Heiland versprochen hatte, ließ ich
diese Quelle strömen (1. Notiz von Mutter Eugenia: "Seit Er mir davon erzählt, sehe ich
diese Quelle jeden Tag"). Ich ließ sie durch das Herz meines Sohnes fließen, auf daß
sie euch erreiche. Doch meine unendliche Liebe zu euch veranlaßt mich, noch mehr
zu tun und meinen Schoß zu öffnen, aus dem dieses Wasser strömen wird, das
Wasser der Erlösung für meine Kinder. Ich erlaube meinen Kindern, frei daraus zu
schöpfen, was sie für diese Zeit und für die Ewigkeit brauchen.
Wenn ihr Kraft aus dieser Quelle, von der ich euch erzähle, erlangen wollt, müßt
ihr zuerst lernen, mich besser zu kennen und mich so zu lieben, wie ich es mir
wünsche, das heißt nicht nur als Vater, sondern auch als euren Freund und
Vertrauten.
Warum wundert ihr euch über das, was ich sage? Habe ich euch nicht nach
meinem Ebenbild erschaffen? Ich habe euch nach meinem Bild erschaffen, damit ihr
nichts Seltsames dabei findet, wenn ihr mit eurem Vater, eurem Schöpfer und eurem
Gott sprecht und mit ihm vertraut werdet. Ihr seid doch dank meiner barmherzigen
Güte zu Kindern meiner väterlichen und göttlichen Liebe geworden.
Mein Sohn Jesus ist in mir, und ich bin durch unsere gegenseitige Liebe in ihm,
die der Heilige Geist ist, der uns durch das Band der Liebe zusammenhält, das
tatsächlich bewirkt, daß wir EINS sind. Er, mein Sohn, ist der Speicher dieser Quelle,
damit die Menschen kommen können, um aus seinem Herzen zu schöpfen, das
immer mit dem Wasser der Erlösung bis zum Rand gefüllt ist. Doch es ist nötig, sich
dieser Quelle, die mein Sohn euch eröffnet, zu nähern, damit ihr euch überzeugen
könnt, wie erfrischend und angenehm sie ist. Kommt also durch meinen Sohn zu mir
und wenn ihr mir nahe seid, so vertraut mir eure Wünsche an. Ich werde euch diese
Quelle zeigen, indem ich mich euch als der zeige, der Ich bin. Wenn ihr mich dann
erkennt, wird euer Durst gestillt sein, ihr werdet gestärkt sein, eure Leiden geheilt,
eure Ängste werden vergehen; eure Freude wird groß sein und ihr werdet wie noch
nie zuvor spüren, wie eure Liebe Sicherheit findet.
Doch, so werdet ihr sagen, wie sollen wir zu Euch finden? Oh, kommt über den
Weg des Vertrauens, nennt mich euren Vater, liebt mich im Geist und in der Wahrheit;
das wird genügen, damit ihr zu diesem erfrischenden und äußerst kraftvollen
Wasser findet, das euren Durst löschen wird.
Doch wenn ihr wirklich wollt, daß dieses euch all das gibt, was euch fehlt, um
mich kennen zu lernen und lieben zu können, wenn ihr kalt und gleichgültig seid, so
nennt mich nur Vater, gebt mir diesen zärtlichen Namen und ich werde zu euch
kommen. Meine Quelle wird euch Liebe und Vertrauen schenken und all das, was

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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euch fehlt, um auf ewig von eurem Vater und Schöpfer geliebt zu werden. Da ich vor
allem möchte, daß ihr mich alle kennenlernt, damit ihr alle schon auf Erden meine
Güte und Zärtlichkeit genießen könnt, werdet meine Apostel, die Zeugnis ablegen
vor denen, die mich nicht kennen oder noch nicht kennen; dann werde ich eure
Mühen und Anstrengungen segnen und euch in der Ewigkeit einen Ehrenplatz neben
mir bereiten. Ich bin der Ozean der Barmherzigkeit, meine Kinder, und hier nun habt
ihr einen weiteren Beweis meiner väterlichen Liebe, die ich für euch alle empfinde,
ohne Ausnahme eures Alters, eures Standes oder eures Landes. Ich schließe kein
Gesellschaftssystem aus; Sekten, treue Gläubige, Ungläubige, Glaubende, Gleichgültige:
Meine Liebe umfaßt alle vernunftbegabten Geschöpfe, deren Gesamtheit die
Menschheit darstellt.
Hier ist der Beweis: Ich bin ein Ozean der Liebe. Ich habe euch die Quelle
gezeigt, die aus meinem Schoß strömt, um euren Durst zu stillen und nun, damit ihr
spürt wie gut ich zu euch allen bin, bin ich dabei, euch den Ozean meiner alles
umfassenden Liebe zu zeigen, sodaß ihr euch mit geschlossenen Augen in ihn
versenken könnt. Warum? Damit die Seelen, die durch Laster und Sünden zu
bitteren Tropfen geworden sind, in diesem Bad der Barmherzigkeit reingewaschen
werden. Sie werden besser daraus hervorgehen, glücklich, gelernt zu haben, gut und
voller Barmherzigkeit zu sein. Wenn ihr selbst durch Unwissenheit oder Schwäche in
den Zustand eines bitteren Tropfens zurückfallt, dann bin ich immer noch ein Ozean
der Liebe, bereit, diesen bitteren Tropfen aufzunehmen, um ihn in Barmherzigkeit
und Güte zu verwandeln und aus euch Heilige zu machen, so wie ich, euer Vater, es
bin.
Meine Kinder, wollt ihr hier auf Erden euer Leben in Frieden und Freude
verbringen? Kommt und taucht in diesen unendlichen Ozean und bleibt für immer
dort; auch wenn ihr euer Leben mit Arbeit erfüllt, wird eben dieses Leben durch die
Liebe geheiligt werden.
Was meine Kinder betrifft, die nicht in der Wahrheit leben, fühle ich mich umso
mehr veranlaßt, sie mit meiner größten väterlichen Liebe zu umgeben und vorzuziehen,
damit sie die Augen öffnen und das Licht sehen, dessen Glanz in dieser
Zeit mehr denn je zu spüren ist.
Es ist die Zeit der Gnaden, vorhergesehen und erwartet seit aller Ewigkeit!
Ich selbst bin dort, um zu euch zu sprechen und ich komme als der zärtlichste
und liebevollste aller Väter. Ich neige mich zu euch herab, ich vergesse mich selbst,
um euch zu mir emporzuheben und euch die Erlösung zuzusichern. Ihr alle, die ihr in
der heutigen Zeit lebt und auch ihr, die ihr noch im Nichts seid, die ihr aber von
Jahrhundert zu Jahrhundert bis zum Ende der Welt leben werdet, denkt daran, daß
ihr nicht alleine lebt, sondern daß ein Vater, der über allen Vätern steht, bei euch
lebt, ja, der sogar in euch lebt, der an euch denkt und der euch anbietet, an den
unvorstellbaren Gaben seiner Liebe teilzuhaben. Kommt näher zur Quelle, die sich
für immer aus meinem väterlichen Schloß ergießen wird. Kostet die Süße dieses
heilsamen Wassers und wenn ihr gespürt habt, wie all seine köstliche Kraft sich auf
eure Seelen ergossen hat, um all eure Bedürfnisse zu erfüllen, dann kommt und
stürzt euch in den Ozean meiner Barmherzigkeit, damit ihr nur noch in mir lebt, euch
vergeßt, um für alle Ewigkeit in mir zu leben.«
Aufzeichnung von Schwester Eugenia:
Unser Vater sagte mir in einem vertraulichen Gespräch: »Die Quelle ist das Symbol
meiner Kenntnis und der Ozean das Symbol meiner Barmherzigkeit und eures
Vertrauens. Wenn ihr von dieser Quelle trinken wollt, so interessiert euch dafür, mich
kennenzulernen und wenn ihr mich kennt, dann stürzt euch in den Ozean meiner
Barmherzigkeit und vertraut mir mit einer Zuversicht, die euch verändert und der ich

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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nicht widerstehen kann; dann werde ich eure Fehler verzeihen und euch mit den
größten Gnaden überhäufen.«
Fortsetzung der Botschaft:
»Ich bin unter euch. Glücklich sind die, die an diese Wahrheit glauben und diese
Zeit nützen, von der die Heilige Schrift mit folgenden Worten spricht: Es wird eine
Zeit geben, in der Gott von den Menschen so geehrt und geliebt werden muß, wie er
es wünscht.
Die Schrift fragt dann nach dem Warum und gibt folgende Antwort: Denn nur er
ist würdig, für alle Zeit geehrt, geliebt und gepriesen zu werden!
Als erstes der zehn Gebote erhielt Mose von mir selbst dieses Gebot, das er den
Menschen überbringen sollte: Du sollst Gott lieben und ehren! Die Menschen, die
bereits Christen sind, können zu mir sagen: Wir lieben Gott, seit wir zur Welt
gekommen sind oder seit wir bekehrt wurden, denn wir sprechen oft im Sonntagsgebet
diese Worte: Vater unser, der du bist im Himmel! Ja, meine Kinder, es ist
wahr, daß ihr mich liebt und ehrt, wenn ihr die erste Anrufung des Vaters aussprecht,
doch fahrt mit den anderen Anrufungen fort und ihr werdet sehen:
Geheiligt werde dein Name! Wird mein Name wirklich geheiligt? Fahrt fort:
Dein Reich komme! Ist mein Reich gekommen? Es ist wahr, ihr ehrt mit großer
Inbrunst das Königtum meines Sohnes Jesus und mit ihm ehrt ihr auch mich! Doch
werdet ihr eurem Vater den großen Ruhm verweigern, als König ausgerufen zu
werden? Laßt ihr mich wenigstens als Herrscher so regieren, daß alle Menschen
mich kennenlernen und lieben können?
Ich möchte, daß ihr das Königsfest meines Sohnes feiert, um die Beleidigungen
wiedergutzumachen, die er vor Pilatus und den Soldaten erleiden mußte und die sein
heiliges und unschuldiges Fleisch geißelten. Ich verlange nicht, dieses Fest aufzugeben,
im Gegenteil, es soll mit Begeisterung und Inbrunst gefeiert werden; doch,
damit alle diesen König wirklich kennenlernen können, ist es nötig, auch sein Reich
kennenzulernen.
Um also vollkommen zu dieser zweifachen Erkenntnis zu gelangen, muß man
auch den Vater dieses Königs, den Gründer dieses Reiches, kennenlernen. Meine
Kinder, in Wahrheit wird die Kirche - diese Gemeinschaft, die ich meinen Sohn
gründen ließ - ihr Werk vollenden, wenn sie jenen ehren läßt, der der Urheber des
Ganzen ist: euren Vater und Schöpfer.
Einige unter euch könnten nun zu mir sagen: Die Kirche ist stets gewachsen, die
Christen werden immer zahlreicher; das ist ein Beweis dafür, daß unsere Kirche
vollkommen ist! Ihr sollt wissen, meine Kinder, daß euer Vater immer über die Kirche
gewacht hat, seit ihrer Geburt, und daß ich sie durch meinen Stellvertreter, den
Heiligen Vater, in Übereinstimmung mit meinem Sohn und dem Heiligen Geist,
unfehlbar machen wollte. Dennoch, ist es nicht wahr, daß die Christen diese heilige
Religion besser und tiefer leben würden, wenn sie mich als den, der ich bin, nämlich
als ihren gütigen und barmherziger Vater, kennenlernen würden?
Meine Kinder, ist es vielleicht nicht wahr, daß wenn ihr wüßtet, daß ihr einen
Vater habt, der an euch denkt und euch mit unendlicher Liebe liebt, ihr euch
gegenseitig mehr bemühen würdet, euren Christen- und Bürgerpflichten getreuer
nachzukommen, der Gerechtigkeit willen, Gott und den Menschen gegenüber?
Ist es nicht wahr, daß ihr mich wie zärtliche Kinder lieben würdet, wenn ihr
diesen Vater kennenlernen würdet, der euch alle ohne Ausnahme liebt und der euch
ausnahmslos mit dem schönen Namen Kinder anspricht; würde diese Liebe, die ihr
mir dann entgegenbringen würdet, nicht durch meine Anregung zu einer aktiven
Liebe werden, die sich auf die übrige Menschheit ausbreitet, die diese Gemeinschaft

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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der Christen noch nicht kennt und noch weniger jenen, der sie geschaffen hat: ihren
Vater?
Würde jemand zu all diesen, dem Aberglauben erlegenen Seelen gehen und zu
ihnen sprechen - die zwar von meinem Dasein wissen, allerdings nicht, daß ich ihnen
nahe bin - und ihnen sagen, daß der Schöpfer auch ihr Vater ist, der an sie denkt
und sie in viel Leid und Mutlosigkeit zärtlich umgibt, so würden sie sich bekehren -
auch die Hartnäckigsten - und diese Bekehrungen wären zahlreicher und solider, das
heißt beständiger.
Einige von jenen, die dieses Werk der Liebe untersuchen, das ich unter den
Menschen vollbringe, werden hier einen kritischen Punkt finden und so argumentieren:
Aber sprechen nicht die Missionare von Gott zu den Ungläubigen, von
seiner Güte und Barmherzigkeit, seit sie in jene fernen Länder gekommen sind? Was
könnten sie mehr von Gott sagen, als was sie seit jeher schon predigen?
Die Missionare sprachen und sprechen noch immer von Gott in dem Maße, in
dem sie mich selbst kennen. Ich versichere euch jedoch: Ihr kennt mich nicht so, wie
ich bin, deshalb komme ich, um mich als Vater aller Menschen zu verkünden - der
zärtlichste aller Väter - und um diese Liebe, die ihr mir entgegenbringt und die durch
eure Furcht verfälscht ist, zu korrigieren.
Ich komme und gestalte mich meinen Geschöpfen ähnlich, um die falsche
Vorstellung eines grausamen Gottes aufzuheben, denn ich sehe, wie alle Menschen
ihr Leben verbringen, ohne sich ihrem einzigen Vater anzuvertrauen, der ihnen
seinen einzigen Wunsch kundtun möchte, nämlich den, ihnen den Übergang vom
irdischen Leben leichter zu machen und ihnen dann im Himmel ein ewiges, göttliches
Leben zu schenken.
Dies ist der Beweis, daß die Seelen mich nicht besser kennen, als ihre Vorstellung
es zuläßt. Nun aber, da ich euch dieses Licht schenke, sollt ihr im Licht bleiben
und es zu allen tragen; dies wird ein sehr wirksames Mittel sein, Bekehrungen zu
erwirken, als auch, soweit es möglich ist, die Pforte zur Hölle zu verschließen, denn
ich erneuere hier mein Versprechen und ich werde niemals weniger versprechen als:
ALLE, DIE MICH MIT NAMEN VATER NENNEN, UND SEI ES NUR EIN
EINZIGES MAL, WERDEN NICHT UNTERGEHEN, NEIN, IHNEN WIRD EWIGES
LEBEN IN GEMEINSCHAFT MIT DEN AUSERWÄHLTEN SICHER SEIN.
Und euch, die ihr für meine Ehre arbeitet und euch dafür einsetzt, daß ich
gekannt, verehrt und geliebt werde, euch sichere ich zu, daß euer Lohn groß sein
wird, denn ich werde alles zählen, auch die kleinste Anstrengung, die ihr unternehmt,
und in der Ewigkeit werde ich euch alles hundertfach belohnen.
Euch habe ich gesagt: Es ist nötig, innerhalb der heiligen Kirche den religiösen
Kult zu vervollständigen und den Schöpfer dieser Gemeinschaft auf ganz besondere
Weise zu ehren, jenen, der gekommen ist, um diese Gemeinschaft zu gründen,
jenen, der ihre Seele ist, Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Solange die Dreieinigkeit nicht mit einer ganz besonderen Anbetung innerhalb
der Kirche und der gesamten Menschheit geehrt wird, fehlt dieser Gemeinschaft
immer etwas. Ich habe diesen Mangel schon einige Seelen spüren lassen, doch die
meisten waren zu schüchtern und sind meinem Aufruf nicht gefolgt. Andere hatten
den Mut aufgebracht, mit den Verantwortlichen darüber zu sprechen und ihn ernst zu
nehmen, doch nach ihrem Scheitern gaben sie auf.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Nun ist meine Stunde gekommen. Ich selbst bin gekommen, um den Menschen,
meinen Kindern, bekanntzumachen, was sie bis heute nicht ganz verstanden haben.
Ich selbst bin gekommen, das brennende Feuer des Gesetzes der Liebe zu euch zu
bringen, um mit diesem Mittel zu erreichen, daß die ungeheuer große Eisschicht
schmilzt, die die Menschen umgibt.
O geliebte Menschheit, o ihr Menschen, meine Kinder, befreit euch, befreit euch
von den Ketten, mit denen euch der Teufel bis heute umschlossen hält, befreit euch
von der Angst vor einem Vater, der nichts anderes als Liebe ist! Kommt, nähert
euch, ihr alle habt das Recht eurem Vater näherzukommen, öffnet eure Herzen,
betet zu meinem Sohn, damit er euch immer mehr erkennen läßt, wie barmherzig
und gütig ich zu euch bin. Ihr, die ihr Gefangene des Aberglaubens und teuflischer
Gesetze seid, befreit euch aus dieser tyrannischen Sklaverei und kommt zur einzig
echten Wahrheit. Erkennt den, der euch erschaffen hat, euren Vater. Glaubt nicht, ihr
würdet von euren Rechten Gebrauch machen, wenn ihr jenen Anbetung und Ehre
entgegenbringt, die euch dazu gebracht haben, bis zum heutigen Tage ein unnützes
Leben zu führen. Nein, kommt zu mir, ich warte auf euch alle, denn ihr alle seid
meine Kinder.
Und ihr, die ihr im wahren Licht seid, erzählt jenen, wie gut es ist, in der
Wahrheit zu leben! Erzählt den Christen, diesen mir teuren Geschöpfen, meinen
Kindern, wie süß es ist, an einen Vater zu denken, der alles sieht, alles weiß, der
sich um alles kümmert, der unendlich gut ist und dem es leicht fällt zu vergeben, der
nur ungern und langsam straft. Sagt ihnen schließlich auch noch, daß ich sie nicht
den Unglücken ihres Lebens überlassen will, allein und ohne Verdienste; sie sollen
zu mir kommen: Ich werde ihnen helfen, ich werde ihnen ihre Bürde leichter machen,
ich werde ihnen ihr so schweres Leben versüßen und ich werde sie mit meiner
väterlichen Liebe berauschen, um sie jetzt und in Ewigkeit glücklich zu machen.
Und ihr, meine Kinder, die ihr in der Finsternis lebt, weil ihr euren Glauben
verloren habt, erhebt euren Blick und ihr werdet helle Strahlen sehen, die euch
erleuchten. Ich bin die Sonne, die auf euch scheint, die warm ist und euch erwärmt,
seht und ihr werdet erkennen, daß ich euer Schöpfer bin, euer Vater, euer einziger
Gott. Weil ich euch liebe, bin ich gekommen, um mich von euch lieben zu lassen,
denn ich möchte, daß ihr alle erlöst werdet. Ich wende mich an alle Menschen auf
der ganzen Erde und lasse diesen Aufruf meiner väterlichen Liebe erschallen; diese
unendliche Liebe, von der ich möchte, daß ihr sie kennenlernt, ist beständig. Liebt,
liebt, liebt immer, doch denkt auch daran, daß dieser Vater geliebt werden sollte,
damit ich vom heutigen Tag an allen den am leidenschaftlichsten liebenden Vater
zeigen kann.
Und euch, meine auserwählten Kinder, Priester und Mönche, euch möchte ich
auffordern, diese väterliche Liebe bekannt zu machen, diese Liebe, die ich für alle
Menschen und ganz besonders für euch empfinde. Ihr seid zu wirken berufen, daß
sich mein Wille in den Menschen und über euch verwirkliche. Nun, mein Wille ist,
kennengelernt, geehrt und geliebt zu werden. Laßt meine Liebe nicht für so lange
Zeit unerwidert, denn mich dürstet danach geliebt zu werden!
Dieses Jahrhundert ist vor allen anderen bevorzugt. Laßt diese Gunst nicht
wegen der Angst, die euch genommen werden soll, vorübergehen! Die Seelen
brauchen bestimmte göttliche Berührungen und die Zeit drängt; fürchtet euch vor
nichts, ich bin euer Vater; ich werde euch bei euren Bemühungen und eurer Arbeit
unterstützen. Ich werde euch immer helfen und euch schon hier auf Erden Frieden
und Seelenfreude schenken; euer Dienst und die Werke eures Eifers werden Früchte
tragen: Ein unschätzbares Geschenk, denn die Seele, die in Frieden und Freude
lebt, erhält schon eine Vorahnung des Himmels, während sie den ewigen Lohn
erwartet.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Meinem Vikar, dem Papst, meinem Stellvertreter auf Erden, habe ich eine ganz
besondere Aufgabe für das Apostolat in fernen Ländern übermittelt und vor allem
habe ich ihm großen Eifer eingeflößt, um die Hingabe an das Heilige Herz meines
Sohnes Jesu weltweit zu verbreiten. Jetzt vertraue ich ihm das Werk an, das zu
vollbringen Jesus selbst auf die Erde gekommen ist: Mich ehren und mich bekannt
machen als der, der ich bin, so wie ich es sage, wenn ich mich an alle Menschen,
meine Kinder und Geschöpfe, wende.
Wenn die Menschen in das Herz Jesu dringen könnten, dieses Herz voller
Wünsche und Ehre, so würden sie dessen brennendsten Wunsch erkennen, den
Vater zu ehren, jenen, der ihn gesandt hat, und vor allem den Vater nicht in seiner
geschmälerten Herrlichkeit zu ehren, wie es bisher war, sondern in vollendeter
Herrlichkeit, wie der Mensch nur kann und mir schuldig ist, als seinen Vater und
Schöpfer und mehr noch, als Urheber seiner Erlösung!
Ich verlange von ihm, was er mir geben kann: Sein Vertrauen, seine Liebe und
seine Anerkennung. Ich wünsche mir nicht etwa deshalb kennengelernt, geehrt und
geliebt zu werden, weil ich meine Geschöpfe oder ihre Anbetung nötig hätte; nein, es
ist allein der Wunsch, sie zu erlösen und sie an meiner Herrlichkeit teilhaben zu
lassen, der mich dazu bringt, mich auf sie herabzuneigen. Und auch deshalb, weil
meine Güte und meine Liebe erkennen, daß diese Wesen, die ich aus dem Nichts
geschaffen und die ich als meine eigenen Kinder angenommen habe, nun in großer
Zahl den Teufeln verfallen, in ewiges Unglück stürzen und sich auf diese Weise
immer mehr vom Ziel ihrer Schöpfung entfernen und ihre Zeit und Ewigkeit verlieren.
Wenn ich mir gerade zu diesem Zeitpunkt etwas wünsche, so ist dies einfach
nur, daß die Gerechten größeren Eifer zeigen, daß die Bekehrung der Sünder
einfacher wird und die Umkehr ernsthaft und von Dauer sei. Ich wünsche mir, daß
die verlorenen Söhne zum Haus des Vaters zurückkehren, vor allem die Juden und
all die anderen, die auch meine Geschöpfe und meine Kinder sind, wie die
Schismatiker, die Irrlehrer, die Freimaurer, die armen Ungläubigen, die Gotteslästerer
und die Mitglieder verschiedener geheimer Sekten; freiwillig oder unfreiwillig,
die ganze Welt soll erfahren, daß es einen Gott und Schöpfer gibt. Jener Gott, der
ihre Unwissenheit doppelt ansprechen wird, ist ihnen unbekannt; sie wissen nicht,
daß ich ihr Vater bin.
Glaubt mir, die ihr diese Worte lest und mich hört: Wenn all die Menschen, die
unserer katholischen Kirche fern sind, von diesem Vater, der sie liebt und der ihr
Schöpfer und Gott ist, hören würden, wenn ihr ihnen von diesem Vater, der ihnen
das ewige Leben schenken möchte, erzählen würdet, dann käme ein großer Teil
dieser Menschen zu diesem Vater, auch die Hartnäckigsten unter ihnen.
Wenn ihr nicht direkt zu ihnen gehen und so zu ihnen sprechen könnt, dann
sucht nach anderen Mitteln: Es gibt tausend direkte oder indirekte Wege. Setzt sie
mit dem wahren Geist von Jüngern und mit großem Eifer in die Tat um; ich
verspreche euch, daß mittels einer Gnade eure Anstrengungen bald von großen
Erfolgen gekrönt sein werden. Macht euch zu Aposteln meiner väterlichen Güte, und
durch den Eifer, den ich euch schenken werde, werdet ihr alle stark und auf die
Seelen einwirken können.
Ich werde immer bei euch und in euch sein: Wenn zwei von euch miteinander
sprechen, werde ich unter den beiden verweilen; wenn ihr zahlreicher seid, so werde
ich auch unter euch sein; auf diese Weise werdet ihr das sagen, was ich euch
eingebe. Ich werde bei euren Zuhörern die Bereitschaft zur Aufnahme erwirken; so
werden die Menschen durch die Liebe erobert werden und für alle Ewigkeit erlöst
sein.
Was die Mittel betrifft, mit denen ihr mich ehren sollt, so verlange ich nur großes
Vertrauen. Glaubt nicht, daß ich von euch besondere Strenge und Abtötungen

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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erwarte und ich verlange nicht, daß ihr barfuß lauft oder euer Gesicht in den Staub
werft, oder daß ihr euch mit Asche bedeckt und dergleichen. Nein, nein! Ich möchte -
und dieser Wunsch ist mir teuer -, daß ihr euch zu mir verhaltet, wie meine Kinder,
mit Einfachheit und Vertrauen!
Mit euch werde ich alles allen tun, wie der zärtlichste und liebevollste aller Väter.
Ich werde mich euch allen vertraut machen, mich euch allen schenken, mich klein
machen, um euch für die Ewigkeit groß werden zu lassen.
Die meisten Ungläubigen, Gottlosen und verschiedene Gemeinschaften bleiben
bei ihrer Bosheit und Ungläubigkeit, weil sie glauben, daß ich Unmögliches von ihnen
verlange und sie müßten sich wie Sklaven unter einem tyrannischen Herrn meinen
Befehlen beugen; sie meinen, ich sei wie ein Herrscher, der sich in seine Macht hüllt
und hochmütig zu seinen Untertanen ist, um sie zu Respekt und Ergebenheit zu
zwingen. Nein, meine Kinder. Ich kann mich tausendmal kleiner machen, als ihr es
euch vorstellen könnt.
Dennoch gibt es etwas, was ich von euch fordere: Die treue Befolgung der
Gebote, die ich meiner Kirche hinterlassen habe, denn ihr sollt euch wie vernunftbegabte
Geschöpfe benehmen und nicht in eurer Disziplinlosigkeit und euren
schlechten Neigungen den Tieren gleichen; nur so könnt ihr schließlich den Schatz
eurer Seele bewahren, den ich euch geschenkt und mit vollkommener göttlicher
Schönheit bekleidet habe!
Dann tut, was ich wünsche und ehrt mich mit einer besonderen Verehrungsform
so, wie ich es bereits erklärt habe. Dadurch sollt ihr verstehen, daß es mein Wille ist,
euch viel zu geben und euch in großem Maße an meiner Macht und meiner
Herrlichkeit teilhaben zu lassen, allein, um euch glücklich zu machen und zu erlösen
und um euch meinen einzigen Wunsch zu offenbaren, nämlich den, euch zu lieben
und von euch geliebt zu werden.
Wenn ihr mich mit der vertrauensvollen Liebe eines Kindes liebt, dann gewährt
ihr auch meiner Kirche und meinen Stellvertretern Gehorsam und Respekt. Und es
wird nicht jene Art von Respekt sein, den ihr jetzt empfindet, und der euch von mir
entfernt, weil ich euch Angst mache; diese falsche Art von Respekt, die ihr jetzt vor
mir habt, ist eine Ungerechtigkeit gegenüber der Gerechtigkeit, eine Wunde am
empfindlichsten Teil meines Herzens, eine Vergeßlichkeit, eine Mißachtung meiner
väterlichen Liebe zu euch.
An meinem Volk Israel und der heutigen Menschheit betrübt mich noch immer
der falsch verstandene Respekt vor mir. Der Feind der Menschen hat sich seiner
bedient, um die Menschen zum Götzendienst zu treiben und die Kirche zu spalten.
Und noch immer benützt er diesen falschen Respekt und wird ihn immer wieder
gegen euch einsetzten, um euch von der Wahrheit, von meiner Kirche und von mir
zu entfernen. Oh, laßt euch nicht mehr vom Feind verführen, glaubt an die Wahrheit,
die sich euch offenbart und wandelt im Lichte dieser Wahrheit.
Ihr, meine Kinder, die ihr euch außerhalb der katholischen Kirche befindet, ihr
sollt wissen, daß euch meine väterliche Liebe nicht ausschließt. Ich wende mich an
euch mit meinem zärtlichen Ruf, denn auch ihr seid meine Kinder. Wenn ihr auch bis
heute den Reizen erlegen seid, mit denen euch der Teufel lockte, so erkennt, daß er
euch betrogen hat; kommt zu mir, eurem Vater und ich werde euch mit Freude und
Liebe aufnehmen!
Auch ihr, die ihr keine andere Religion kennt, als jene, die man euch seit eurer
Geburt gelehrt hat und die nicht die wahre Religion ist, öffnet auch ihr die Augen und
erkennt: Hier ist euer Vater, der euch erschaffen hat und euch erlösen will. Ich
komme zu euch, um euch die Wahrheit zu bringen und mit ihr die Erlösung. Ich
sehe, daß ihr mich verkennt und daß ihr meinen einzigen Wunsch nicht kennt: Ich
möchte, daß ihr mich als Vater, als Schöpfer und auch als Erlöser anerkennt. Weil ihr

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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dies nicht versteht, könnt ihr mich nicht lieben; also sollt ihr wissen, daß ich euch
nicht so fern bin, wie ihr glaubt.
Wie könnte ich euch allein lassen, nachdem ich euch doch erschaffen und in
Liebe als meine Kinder angenommen habe? Ich folge euch überall hin, ich beschütze
euch in allem, und das soll euch zeigen, wie gütig ich zu euch bin, obwohl meine
unendliche Güte bei euch in Vergessenheit geraten ist und diese Vergeßlichkeit ist
es, die euch sagen läßt: Es ist die Natur, die uns alles bringt, die uns leben und
sterben läßt. Doch nun ist die Zeit der Gnade und des Lichtes. Erkennt also, daß ich
der einzige und wahre Gott bin.
Um euch in diesem und im nächsten Leben wahre Glückseligkeit schenken zu
können, möchte ich, daß ihr alles tut, was ich euch in diesem Licht vorschlage. Die
Zeit ist günstig, nutzt sie und laßt euch die Liebe nicht entgehen, die sich eurem
Herzen so spürbar darbietet. Und ich bitte alle, als Mittel dazu, die Heilige Messe
gemäß der Liturgie mitzufeiern: Dies liegt mir sehr am Herzen. Später werde ich
euch nach und nach weitere kleine Gebete lehren, doch ich will euch nicht damit
überladen. Das Wesentliche wird sein, daß ihr mich so ehrt, wie ich es gesagt habe
und einen Festtag zu meinen Ehren einführt und daß ihr mir wie wahre Kinder in aller
Einfachheit dient, eurem Gott, dem Vater, Schöpfer und Erlöser des menschlichen
Geschlechts.
Hier nun seht Ihr ein weiteres Zeugnis meiner väterlichen Liebe zu den Menschen:
Meine Kinder, ich werde euch nicht alles über die Größe meiner unendlichen
Liebe erzählen, denn es genügt die heiligen Bücher zu öffnen und das Kreuz, das
Tabernakel und Allerheiligste zu betrachten, um zu verstehen, wie weit meine Liebe
reicht und wie sehr ich euch geliebt habe!
Dennoch, damit ihr erkennt, wie sehr die Erfüllung meines Willens über euch
nötig ist, daß ich mehr geliebt werde, möchte ich euch, bevor ich jene wenigen Worte
beende, die nur die Basis meines Werkes der Liebe zu euch darstellen, einige der
unzähligen Beweise meiner Liebe übermitteln.
Solange der Mensch nicht in der Wahrheit lebt, kann er die wahre Freiheit nicht
spüren: Ihr, meine Kinder, die ihr euch außerhalb des Gesetzes befindet, zu dessen
Befolgung ich euch erschaffen habe, ihr glaubt, in Freude und Frieden zu leben,
doch im Grunde eures Herzens fühlt ihr, daß in euch kein wahrer Friede herrscht,
wie auch keine wahre Freude, und daß ihr nicht die wahre Freiheit kennt, die Freiheit
eures Gottes und Vaters, der euch geschaffen hat!
Doch ihr, die ihr nach dem wahren Gesetz lebt, oder besser, die ihr versprochen
habt, dieses Gesetz zu befolgen, das ich euch gegeben habe, um euch eure
Erlösung zu sichern, ihr wurdet durch das Laster zum Bösen verführt. Ihr habt euch
durch euer schlechtes Verhalten vom Gesetz entfernt. Glaubt ihr, ihr seid glücklich?
Nein. Ihr spürt, daß euer Herz unruhig ist. Glaubt ihr vielleicht, daß euer Herz am
Ende Befriedigung findet, wenn ihr euer Vergnügen und andere irdische Freuden
sucht? Nein. Laßt euch eines von mir sagen: Ihr werdet niemals in wahrer Freiheit
oder wahrem Glück leben können, solange ihr mich nicht als euren Vater anerkennt
und euch nicht meinem Gesetz unterordnet, um wahre Kinder Gottes, wahre Kinder
eures Vaters, zu sein! Warum? Weil ich euch nur für diesen einen Zweck erschaffen
habe, nämlich dafür, daß ihr mich kennt, daß ihr mich liebt und mir dient, so, wie ein
einfaches und vertrauendes Kind seinem Vater dient!
Es gab eine Zeit im Alten Testament, da verhielten sich die Menschen wie Tiere;
sie bewahrten keine Spur dessen, was ihre Würde als Kinder Gottes, als Kinder ihres
Vaters, entsprochen hätte. Um ihnen also zu zeigen, daß ich sie zu großer Würde als
Kinder Gottes erheben wollte, war ich gezwungen, manchmal eine erschreckende
Strenge zu zeigen. Als ich dann später sah, daß einige vernünftig genug wurden, um
schließlich zu erkennen, daß es nötig war, einen Unterschied zwischen ihnen und

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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den Tieren zu schaffen, da begann ich sie mit Wohltaten zu überhäufen und ihnen
den Sieg über jene zu gewähren, die ihre Würde noch nicht erkennen und bewahren
konnten. Und da ihre Zahl zunahm, sandte ich ihnen meinen mit aller göttlichen
Vollkommenheit geschmückten Sohn, denn er ist der Sohn eines vollkommenen
Gottes. Er ist es, der ihnen den Weg zur Vollkommenheit geebnet hat, durch ihn
habe ich euch in meiner unendlichen Liebe als Kinder angenommen und zwar als
wahre Kinder; danach nannte ich euch nicht mehr nur einfach meine Geschöpfe,
sondern ich nannte euch Kinder.
Ich habe euch mit dem wahren Geist des neuen Gesetzes ausgestattet, der
euch nicht nur von den Tieren unterscheidet, wie es das alte Gesetz tat, sondern der
euch über die Menschen des Alten Testamentes erhebt. Ich habe euch alle zur
Würde erhoben, die Kindern Gottes gebührt; ja, ihr seid meine Kinder und ihr sollt
mir sagen, daß ich euer Vater bin. Habt doch Vertrauen zu mir, vertraut mir als
meine Kinder, denn ohne dieses Vertrauen werdet ihr niemals die wahre Freiheit
erlangen.
Dies alles sage ich euch, damit ihr erkennt, daß ich gekommen bin, um dieses
Werk der Liebe zu vollbringen und um euch mit meiner Macht zu helfen, die tyrannische
Knechtschaft abzuschütteln, die eure Seelen gefangen hält; ich bin
gekommen, um euch die wahre Freiheit kosten zu lassen, die Freiheit, aus der wahre
Glückseligkeit entspringt: Alle Freuden dieser Erde sind nichts im Vergleich zu
diesem Glück. Erhebt euch alle zu jener Würde, die Kindern Gottes eigen ist, wißt
eure Größe zu schätzen, dann werde ich mehr denn je euer Vater sein, der
liebenswerteste und barmherzigste aller Väter. Ich bin gekommen, um mit diesem
Werk der Liebe Frieden zu bringen; wenn mich jemand liebt und sich mir anvertraut,
werde ich ihm bei all seinen Nöten, all seinen Verwirrungen und Leiden und bei
jeglichem Kummer einen Strahl des Friedens senden, vor allem, wenn er mich anruft
und mich als seinen Vater liebt. Wenn mich die Familien ehren und als ihren Vater
lieben, werde ich ihnen Frieden senden und mit ihm meine Vorsorge. Wenn mich die
Arbeiter, die Industriellen und die verschiedenen anderen Gewerbetreibenden
anrufen und ehren, werde ich ihnen meinen Frieden und meine Kraft schenken und
mich ihnen als guter und barmherziger Vater zeigen. Wenn ich in jeder christlichen
Gemeinschaft angerufen und geehrte werde, werde ich meinen Frieden spenden und
mich als der liebevollste Vater zeigen und dank meiner Macht werde ich den Seelen
ewiges Heil zusichern.
Wenn mich die gesamte Menschheit anruft und ehrt, werde ich ihr den Geist des
Friedens senden, der sich wie gesegneter Tau auf sie niederlassen wird.
Wenn mich alle Nationen ebenso anrufen und ehren, wird es keine Zwietracht
und auch keine Kriege mehr geben, denn ich bin der Gott des Friedens und dort, wo
ich bin, wird kein Krieg sein. Wollt ihr euren Feind besiegen? Fleht mich an und ihr
werdet über ihn siegreich triumphieren.
Schließlich wißt ihr, daß ich durch meine Macht alles vermag. Und eben diese
Macht biete ich euch allen an, auf daß ihr euch ihrer für jetzt und für die Ewigkeit
bedient. Ich werde mich euch immer als euer Vater zeigen, wenn ihr euch nur als
meine Kinder zeigt.
Was möchte ich denn anderes mit diesem Werk der Liebe erreichen, als Herzen
zu finden, die mich verstehen können?
Ich bin die Heiligkeit und ich besitze sie in ihrer Vollkommenheit und Fülle; durch
meinen Heiligen Geist schenke ich euch diese Heiligkeit - denn ich habe sie
erschaffen - und ich werde sie in euren Herzen einführen und mit den Verdiensten
meines Sohnes bereichern.
Und durch meinen Sohn und den Heiligen Geist komme ich zu euch und dringe
in euch, und in euch suche ich meinen Frieden.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Manchen Seelen erscheint dieser Satz “ich dringe in euch” wie ein Geheimnis,
doch es ist keines! Denn, nachdem ich meinen Sohn beauftragt hatte, die Heilige
Eucharistie einzuführen, nahm ich mir vor, jedesmal, wenn ihr die Heilige Hostie
empfangt, in euch einzutreten! Sicher, nichts hindert mich, auch vor dem Empfang
der Eucharistie zu euch zu kommen, denn nichts ist mir unmöglich! Doch der
Empfang dieses Sakramentes ist ein einfach zu begreifender Vorgang, der euch
erklärt, wie ich in euch wohne!
Wenn ich in euch bin, ist es leichter, euch zu geben, was ich besitze, vorausgesetzt,
daß ihr mich darum bittet. Mit diesem Sakrament vereinigt ihr euch mit mir
aufs Innigste und in dieser Verbundenheit kann sich meine Liebe über euch ergießen
und bewirken, eure Seelen mit Heiligkeit zu schmücken.
Ich übergieße euch mit meiner Liebe, also müßt ihr nichts weiter tun, als mich
um die Tugenden und die Vollkommenheit zu bitten, die ihr braucht; ihr könnt sicher
sein, daß in jenen Augenblicken, da Gott im Herzen seiner Geschöpfe ruht, euch
nichts verwehrt sein wird.
Wollt ihr mir nun verwehren, dort zu verweilen, da ihr den Ort meiner Ruhe
kennt? Ich bin euer Vater und Gott, wagt ihr, mir dies zu verwehren? Laßt mich nicht
durch eure Grausamkeit gegen einen Vater leiden, der nur diese einzige Gnade für
sich beansprucht.
Bevor ich diese Botschaft beschließe, möchte ich einen Wunsch an eine bestimmte
Anzahl von Seelen richten, die sich mir geweiht haben. Damit meine ich euch,
ihr Priester, Ordensbrüder und -schwestern. Ihr habt euch meinem Dienst geweiht,
sei es durch Betrachtung, sei es durch Werke der Barmherzigkeit und des Apostolates.
Meinerseits ist es ein Vorrecht meiner Güte, eurerseits ist es durch euren
guten Willen Treue zu eurer Berufung.
Hier also mein Wunsch an euch, die ihr besser versteht, was ich von der
Menschheit erwarte: Betet, damit ich das Werk meiner Liebe in allen Seelen
vollbringen kann. Ihr kennt alle Schwierigkeiten, die zu überwinden sind, wenn man
eine Seele erobern möchte. Dennoch, hier habt ihr ein wirksames Mittel, das euch
erleichtern wird, eine große Anzahl von Seelen für mich zu gewinnen: Dieses Mittel
ist: Macht mich bei den Menschen bekannt, sodaß sie mich lieben und ehren.
Vor allem aber möchte ich, daß ihr als erste damit beginnt. Welche Freude wird
es mir bereiten, zunächst bei den Priestern, bei den Ordensbrüdern und -schwestern
einzukehren!
Welche Freude, mich als Vater unter den Kindern meiner Liebe vorzufinden. Mit
euch werde ich wie mit vertrauten Freunden sprechen. Ich werde euch euer Alles
sein, das euch für alles reichen wird. Vor allem werde ich der Vater sein, der sich
eurer Wünsche annimmt und euch mit seiner Liebe, seinen Wohltaten und seiner
allumfassenden Zärtlichkeit überhäuft.
Verweigert mir diese Freude nicht, die ich unter euch erfahren möchte. Ich
werde es euch hundertfach belohnen, und wenn ihr mich ehrt, werde ich euch auch
ehren und euch in meinem Reich große Herrlichkeit gewähren!
Ich bin das Licht der Lichter; dort, wo dieses Licht eindringt, bringt es Leben,
Brot und Glückseligkeit. Dieses Licht wird ebenso den Pilger wie den Skeptiker und
den Unwissenden erleuchten; es wird euch alle erleuchten, euch Menschen, die ihr
in dieser Welt voll Finsternis und Laster lebt; wenn ihr mein Licht nicht hättet, würdet
ihr in die Abgründe des ewigen Todes stürzen!
Dieses Licht wird schließlich den Weg erleuchten, der zur wahren katholischen
Kirche führt; es wird jenen armen Kindern den Weg weisen, die noch immer Opfer
des Aberglaubens sind. Ich werde mich jenen als Vater zeigen, die auf der Erde am
meisten leiden: den armen Aussätzigen.

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Ich werde mich als Vater all jener Menschen zeigen, die verlassen sind, ausgeschlossen
von jeglicher menschlichen Gemeinschaft. Ich werde mich als Vater der
Betrübten, als Vater der Kranken und vor allem als Vater der Sterbenden zeigen. Ich
werde mich zeigen als Vater aller Familien, Vater der Waisen und Witwen, als Vater
der Gefangenen, als Vater der Arbeiter, als Vater der Jugend und als Vater in
jeglicher Notwendigkeit. Schließlich werde ich mich als Vater der Könige und ihrer
Nationen zeigen. Und ihr alle werdet meine Wohltaten spüren, ihr alle werdet meinen
Schutz spüren und ihr alle werdet meine Macht sehen.
Euch allen spende ich meinen väterlichen und göttlichen Segen, Amen!
Besonders meinem Sohn und Stellvertreter, Amen!
Besonders meinem Sohn, dem Bischof, Amen!
Besonders meinem Sohn, deinem geistlichen Vater, Amen!
Besonders meinen Töchtern, deinen Müttern, Amen!
Der ganzen Kongregation meiner Liebe, Amen!
Der ganzen Kirche und dem gesamten Klerus, Amen!
Einen ganz besonderen Segen für die Kirche des Fegefeuers. Amen!
AMEN!

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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“Per Ipsum, cum Ipso et in Ipso”

Gebet von Mutter Eugenia

Gott ist mein Vater

Mein Vater, der Du bist im Himmel, wie zärtlich und sanft ist es für mich zu wissen, daß
Du mein Vater bist und ich Dein Sohn!
Vor allem, wenn der Himmel meiner Seele finster ist und mein Kreuz am schwersten,
dann fühle ich das Bedürfnis, Dir zu wiederholen: Vater, ich glaube an Deine Liebe für mich!
Ja, ich glaube, daß Du mir in jedem Augenblick meines Lebens Vater bist und daß ich
Dein Kind bin!
Ich glaube, daß Du mich mit unendlicher Liebe liebst!
Ich glaube, daß Du Tag und Nacht über mich Wache hältst und daß ohne Deine
Einwilligung kein Haar von meinem Kopf fällt!
Ich glaube, daß Du, der unendlich Weise, besser als ich erkennst, was mir nützlich ist.
Ich glaube, daß Du, der unendlich Mächtige, das Gute auch aus dem Bösen herauslösen
kannst!
Ich glaube, daß Du, der unendlich Gute, alles den Dich Liebenden zum Guten gereichen
läßt; und auch unter strafenden Händen küsse ich Deine heilende Hand!
Ich glaube, …vermehre aber in mir den Glauben, die Hoffnung und die Liebe!
Lehre mich immer, Deine Liebe als Führung in jedem Ereignis meines Lebens zu sehen.
Lehre mich, mich Dir wie ein Kind in den Armen der Mutter hinzugeben.
Vater, Dir ist alles bekannt, Du siehst alles, Du kennst mich besser als ich mich selber
kenne: Du kannst alles und Du liebst mich!
Mein Vater, da Du willst, daß wir uns immer zu Dir hinwenden, bin ich voll Vertrauen
hier, um Dich mit Jesus und Maria zu bitten, um … (die gewünschte Gnade erbitten). In
diesem Anliegen und vereint mit den Heiligsten Herzen, bringe ich Dir all meine Gebete,
meine Opfer und Abtötungen, mein Handeln und eine größere Treue in meinen Pflichten dar. Amen

(Als Novene gebetet, sollte man folgendes hinzufügen: Ich verspreche Dir, großmütiger zu
sein, besonders in diesen 9 Tagen, bei dieser Angelegenheit ..., dieser Person gegenüber).
Gib mir das Licht, die Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes!
Bestärke mich in diesem Geist, damit ich Ihn nie verlieren, noch betrüben, oder in mir
schwächen möge.
Mein Vater, im Namen Jesu, Deines Sohnes, bitte ich Dich darum! Und Du, o Jesus,
öffne Dein Herz und lege meines zu jenem Mariens, bringe sie unserem göttlichen Vater
dar!...
Erflehe mir die Gnade, die ich brauche!
Göttlicher Vater, rufe alle Menschen zu Dir. Möge die ganze Welt Deine väterliche Güte
und Deine göttliche Barmherzigkeit verkünden!
Sei mir ein zärtlicher Vater und beschütze mich überall wie deinen Augapfel. Mach, daß
ich immer Dein würdiges Kind bin: Erbarme Dich meiner!
Göttlicher Vater, süße Hoffnung unserer Seelen, sei allen Menschen bekannt und von
ihnen geehrt und geliebt!
Göttlicher Vater, unendliche Güte, die sich über alle Völker ergießt.
Sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!
Göttlicher Vater, wohltätiger Tau der Menschheit,
sei allen Menschen bekannt und von ihnen geehrt und geliebt!
Mutter Eugenia

Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Teilablaß:
+ Jean Kard. Verdier
Erzbischof von Paris
8. Mai 1936
+ Mgr. Girard, Apost. Vik.
Kairo (Ägypten)
9. Oktober 1935
Mutter Eugenia E. Ravasio: “Der Vater spricht zu seinen Kindern”

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Diese Auflage dient als Manuskript,
ist unverkäuflich und nicht im Handel erhältlich.
Der Band wird kostenlos verteilt,
um die Botschaft des Vaters zu verbreiten.
Niemand ist also berechtigt, Beträge
oder Spenden für diese Initiative zu verlangen,
die nur aus der Hoffnung in die Botschaft bestehen möchte.
Alle, die dafür bedanken möchten, laden wir ein, zu beten,
besonders für die Menschen, die den Vater noch nicht kennen.
Jeder kann bei der Verteilung
und der weiteren Verbreitung freiwillig mithelfen.
Für Überweisungen:
Wir verlassen uns auf die Vorsehung und tragen die Kosten für Druck und
Verteilung in allen Sprachen selbst.
Wer zu diesem Werk einen Beitrag
Durch eine Spende leisten möchte, wird gebeten,
diese wie folgt zu überweisen:
ÜBERWEISUNGEN IN DEUTSCHLAND:
“Fr. Liliana Reiter - Pater Andrea D’Ascanio”
Sparkasse Johannisstrasse – D-85354 FREISING
BLZ 700 510 03 - Girokonto: 803 940
Oder in Italien an:
„Edizioni Nidi di Preghiera“
C.P. 135
I-67100 L´Aquila
Für Bestellungen:
Frau Liliana Reiter
Dr. Karl Schuster Str. 16
D-85354 Freising
Oder in Italien bei:
„Edizioni Nidi di Preghiera“
C.P. 135
I-67100 L´Aquila
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ZUSAMMENFASSUNG
DER VATER SPRICHT ZU SEINEN KINDERN
»Glaubt mir, ihr, die ihr mich hört, wenn ihr diese Worte lest: Wenn all die
Menschen, die unserer katholischen Kirche fern sind, von diesem Vater, der sie liebt
und der ihr Schöpfer und Gott ist, hören würden, wenn ihr ihnen von diesem Vater,
der ihnen das ewige Leben schenken möchte, erzählen würdet, dann käme ein
großer Teil dieser Menschen zu diesem Vater, auch die Hartnäckigsten unter ihnen.«
“Gott ist mein Vater”: Dies ist der Ruf, der heute auf der Welt immer öfter zu hören ist:
Die Menschen erkennen Gott als ihren Vater an. Und so fühlen wir uns verpflichtet, eine von
der Kirche als gültig anerkannte Botschaft zu veröffentlichen, eine Botschaft, die Gott Vater
der Welt durch Mutter Eugenia Elisabetta Ravasio schenkte, einem Geschöpf, das Gott so
sehr liebte.
“Der Vater spricht zu Seinen Kindern” ist die einzige, vom Vater persönlich kommende
Offenbarung. Die Kirche hat sie, nach zehn Jahren strengsten Prüfungen als authentisch
erklärt. Im Vorwort führen wir das Zeugnis Seiner Exzellenz Mgr. Caillot, Bischof von
Grenoble an, mit dem er die Untersuchung abgeschlossen hat.
Zu bemerken ist, daß der Ewige Vater Mutter Eugenia die Botschaft 1932 in lateinischer
Sprache diktiert hatte, die ihr völlig fremd war.
Mutter Eugenia wurde in San Gervasio d’Adda (jetzt Capriate San Gervasio), einer
kleinen Provinzstadt in der Nähe von Bergamo, am 4. September 1907 geboren und durfte am
10. August 1990 zum Vater heimkehren.
Wir haben diese Botschaft 1981 entdeckt und 1982 - zum 50. Jubiläum - in italienischer
Sprache veröffentlicht.
Die vielen gnadenvollen und wunderbaren Ereignisse, die aus der Botschaft hervorgegangen
sind, haben uns dazu bewogen, sie kostenlos zu verbreiten; vor allem in den
Gefängnissen, in den Kasernen, in den Krankenhäusern.
Sicher wird diese Botschaft den Menschen helfen, die tiefe Zärtlichkeit zu verstehen, die
der Vater für jeden von uns empfindet und wir hoffen, daß sie größtmögliche Verbreitung
findet.
P. Andrea D’Ascanio
ofm Kapuzinermönch